BLKÖ:Lobkowitz, das Fürstenhaus, Genealogie

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Lobkowitz, Adam
Band: 15 (1866), ab Seite: 310. (Quelle)
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I. Zur Genealogie des Fürstenhauses Lobkowitz.[BN 1] Die Lobkowitz sind eines der ältesten, mächtigsten und angesehensten österreichischen Adelsgeschlechter. Es führte, bevor es den Namen Lobkowitz annahm, den Namen der Herren von Ujezd, und ein Nikolaus, ein Sohn des Maroš von Ujezd, ist der Erste, der in einer Urkunde vom 27. Februar 1410 als Nikolaus de Ujezd alias de Lobkowitz, seither aber fast immer nur als Lobkowitz erscheint. Dieser Nikolaus, mit dem Beinamen Chudy, erscheint demnach als der Stammvater des Hauses und wird auch als solcher von den Genealogen angenommen. Auch Palacky geht nur in soweit in eine frühere Zeit zurück, als er die Geschichte der Burg Lobkowitz erzählt, was aber die Familie betrifft, so führt er dieselbe erst mit dem Jahre 1409 in die böhmische Geschichte ein. Auch hier wird der urkundlich festgestellte Nikolaus Chudy von Lobkowitz als Stammvater festgehalten. Schon seine mit Anna von Nechwalic erzeugten Söhne Nikolaus (II.) und Johann (I.) bilden die zwei Hauptaste dieses Geschlechtes; Nikolaus jenen der Hassenstein-Lobkowitz, Johann jenen der Popel-Lobkowitz. Was den Namen Hassenstein betrifft, so kommt derselbe von der Burg Hassenstein, welche König Wenzel im Jahre 1418 an Nikolaus verpfändete. Schwieriger ist die Erklärung des Namens Popel, den Einige für den alten Geschlechtsnamen des Hauses halten und daraus die Stammverwandtschaft der Lobkowitz mit dem alten Herzogsgeschlechte der Popiel in Polen ableiten. Mit dem Hauptaste der Lobkowitz-Hassenstein gingen die Genealogen und Historiker sogar so weit, daß sie ihn von dem Geschlechte der Lobkowitz getrennt behandelten, wodurch nicht kleine Verwirrung und selbst Irrthümer entstanden sind. So werden denn auch in älteren Werken die Lobkowitz getrennt, ein Theil als Hassenstein, der andere als Lobkowitz aufgeführt, und dieser Uebelstand wiederholt sich sogar in einem neueren Werke, in der „Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privatmünzen und Medaillen“, ohne übrigens der Trefflichkeit der Arbeit Abbruch zu thun. In diesem Lexikon wird die ganze Familie als Eine, wie sie es in der That auch ist, betrachtet und nur bei den einzelnen Mitgliedern genau der Zweig, zu welchem dieser oder jener gehört, zum leichteren Auffinden auf der genealogischen Tafel angegeben. Die beiden Hauptstämme oder Hauptäste Hassenstein-Lobkowitz und Popel-Lobkowitz theilten sich bald in mehrere Zweige. Nikolaus (II.), der Stammvater der Hassenstein-Lobkowitz, hatte mehrere Söhne, von denen Johann (II.) den Nebenast der Hassenstein-Lobkowitz auf Obřistwy und Nikolaus (III.) den Nebenast der Hassenstein-Lobkowitz auf Eidlitz stiftete. Von dem Nebenaste der Hassenstein-Lobkowitz aus Obřistwy wird ohne urkundliche Gewißheit, aber doch mit der größten Wahrscheinlichkeit der freiherrliche Zweig abgeleitet, der früher in Sachsen und jetzt noch in Bayern blüht, und dort in die Matrikel des Freiherrnstandes eingetragen ist. Nikolaus (III.), der Stifter des Eidlitz’schen Nebenastes, hatte vier Söhne, deren jeder Begründer eines neuen Zweiges ist, und zwar Wenzel jener des Zweiges auf Lickov, Sigismund des Zweiges auf Petipsi, Nikolaus (IV.) des Zweiges auf Audlić und Wilhelm des Zweiges auf Valč. Alle diese Zweige des Hassenstein-Lobkowitzischen Hauptastes – mit Ausnahme des erwähnten freiherrlichen – sind bereits erloschen. Ebenso theilte sich der Hauptast Popel-Lobkowitz in mehrere Nebenäste und Zweige. Schon Johann (I.), ein Sohn des Nikolaus Chudy, der den Popel’schen Hauptast begründete, hatte mehrere Söhne, von denen zwei, und zwar Ladislaus den Chlumetzer und Diepold den Biliner Nebenast begründeten. Die Söhne des Ladislaus (I.) sind die Stifter zweier Zweige, und zwar Johann (III.) jener des Zweiges auf Zbirow und Tocznik, welcher mit Adam Eckius im Jahre 1608 erlosch, und Ladislaus (II.) ist der Fortsetzer des Chlumetzer, nachmaligen fürstlichen Zweiges, der sich bald in zwei, den älteren und den jüngeren fürstlichen (oder wie sie jetzt heißen, die Eisenberger und die Hořiner Linie) spaltete. Diepold, der Stifter des Biliner Nebenastes, hatte eine zahlreiche Familie und vier von seinen Söhnen gründeten vier Zweige, und zwar Georg den Zweig auf Perutz; Christoph setzte den von Bilin fort; Johann den Zweig auf Tachau, Patek und Bischofteinitz, und Wenzel den Zweig auf Dux. Einige kleinere Nebenzweige, [311] welche schon in der nächsten Generation erloschen, bleiben unerwähnt. Mit Ausnahme des Chlumetzer heute in den beiden fürstlichen Linien fortblühenden Zweiges sind auch alle anderen Zweige der Popel-Lobkowitz erloschen. – Was die Standeserhöhungen der Familie betrifft, so kam der Freiherrnstand um die Mitte des 15. Jahrhunderts in die Familie, und zwar verlieh ihn Kaiser Friedrich mit Majestätsbrief de dato Brünn Freitag vor dem h. Oswald 1459 den Gebrüdern Nikolaus und Johann, Söhnen des Nikolaus Chudy, ersten Lobkowitz. Ueber die Verleihung des Grafenstandes liegen nur zwei Diplome vor: das dem Franz Joseph Freiherrn von Popel-Lobkowitz von der Linie auf Dux, ddo. Wien 26. November 1635 verliehene und das für Ferdinand Wilhelm, seinen Bruder Ulrich Felix und seinen Vetter Wenzel Ferdinand von dem Biliner Zweige, ddo. Wien 21. Juni 1670 ausgefertigte. Der Fürstenstand aber wurde durch Zdenko Adalbert für seine sämmtliche Descendenz und mit dem Titel Regierer des Hauses Lobkowitz, für ihn und den jeweiligen Erstgebornen, mit Diplom ddo. Wien 17. August 1624 in das Haus gebracht. Weitere Bestätigungen desselben und sonstige Verleihungen sind weiter unten [S. 312] aus der Uebersicht der handschriftlichen Quellen ersichtlich. Nach dem Verkaufe des Fürstenthumes Sagan haben die L. den Titel eines Herzogs von Sagan mit dem eines Herzogs von Raudnitz vertauscht, jenen eines gefürsteten Grafen von Sternstein aber auch dann noch beibehalten, nachdem die Herrschaft Neustadt an der Waldnab, von welcher sie ihn führten, in’s Eigenthum des Königs von Bayern übergegangen war. Und in neuester Zeit wurde dem Chef der älteren fürstlichen Linie, dem Fürsten Ferdinand Joseph Johann, mit Allerh. Handschreiben vom 18. April 1861 die erbliche Reichsrathswürde des Herrenhauses verliehen. – Was die Hausmacht und die Besitzungen des Fürstenhauses betrifft, so verdankt es dieselben zum großen Theile der Huld einzelner Fürsten Böhmens und später namentlich dem Habsburgischen Kaiserhause, welches mehreren Lobkowitz, so z. B. dem Zdenko Adalbert, dem Wenzel Franz Euseb, dem Ferdinand August im hohen Grade zugethan war und ihnen die um das Herrscherhaus und den Staat erworbenen Verdienste immer-kaiserlich lohnte. Dergleichen wichtige Schenkungen werden immer bei den einzelnen Lebensskizzen ausführlich bemerkt. Große Reichthümer brachten sie aber durch ihre Heirathen ein und stehen die Lobkowitz durch Vermälungen mit den Herzogen Arenberg, mit den Fürsten Liechtenstein, Schwarzenberg, Windisch-Grätz, Auersperg, Oettingen-Wallerstein, mit den Grafen Harrach, Eßterházy, Palffy, Neipperg, Kinsky, Wrbna u. A, in Schwägerschafts- und Verwandtschaftsverhältnissen. – Der blendendste Glanz des Hauses rührt aber von den um Staat, Wissenschaft, Kunst und die Menschheit im Allgemeinen erworbenen Verdiensten her. Wenige Geschlechter fürwahr dürften, wie ein Historiker des Hauses schreibt, in einer langen Reihe erlauchter Ahnen so viele im Staatsrathe, im Felde berühmt gewordene Männer, treue Freunde des Vaterlandes, kluge Räthe im Cabinete und heldenmüthige Anführer im Heere, gewandte Unterhändler und Friedensvermittler, würdevolle Repräsentanten und Vertreter der Majestät zählen können, wie die L. An Eifer für jene Religion, welcher ihre Ueberzeugung galt, hat es diesem Geschlechte nicht gefehlt, und es hat denselben einerseits durch Erbauung von Kirchen, Klöstern, Schulen, durch reiche Schenkungen und fromme Stiftungen mehr als einmal, andererseits durch Ertragen des Exils und der Güterconfiscation mächtig bethätigt. – Eine ganze Reihe gelehrter Lobkowitze, unter ihnen selbst Frauen, wurden durch bewunderte Schöpfungen ihres Geistes, Anlegung großer und berühmter Büchersammlungen, Stiftung von Schulen, Unterstützung der Künste und Wissenschaften, Beförderung der Industrie und Gewerbe in den verschiedensten Zweigen derselben, Zierden und Wohlthäter. – Im Dienste der Waffen haben sich viele dieses Geschlechtes durch Heldenmuth und Tapferkeit ausgezeichnet. Zwar zählt die Familie nur einen Maria Theresien-Ritter, den Fürsten Joseph Maria Karl, dafür haben mehrere den Ehrentod auf dem Schlachtfelde oder an den im Kampfe erhaltenen Wunden gefunden, wie Adam Eckius im Jahre 1608, Andreas Matthäus Freih. von L.[WS 1] vor Belgrad im Jahre 1789, Fürst Joseph Anton August gleichfalls vor Belgrad im Jahre 1717, Fürst Philipp bei Liegnitz im Jahre 1760. Aber auch an sonstigen Kriegshelden in alter und neuer Zeit hat es nicht gefehlt, die Namen Bohuslaw Felix, Nikolaus (I. u. II.), Christoph, [312] Wenzel Euseb, Johann Georg Christian u. A. geben Zeugniß dafür. – Nicht minder haben sich Viele dieses Geschlechtes auf dem Felde der Staatskunst hervorgethan. Die Lebensskizzen von Bohuslaw, Bohuslaw Felix, Johann (I.), Joseph Maria Karl, August Longin, Wenzel Euseb, Zdenko Adalbert geben zahlreiche Belege, mit welcher Klugheit in wichtigen Streitfragen, in verwickelten Verhältnissen, in drängender Noth sie verhandelt, überredet, uns Bundesgenossen gewonnen und die Sachlage[WS 2] immer zu unserem Besten zu wenden, oder doch einen empfindlichen Nachtheil abzuhalten verstanden haben. – Die Wissenschaft zählte unter den Lobkowitz nicht nur zahlreiche Förderer und Gönner, sondern auch selbstthätige Pfleger, und die Namen der Adam, Johann, Christoph, Nikolaus, Sebastian, Sigismund L. würden in einer Geschichte des Mäcenenthums, und zwar in einer Zeit, in welcher ein Mäcen wie eine Sonne Licht über ein ganzes Land ausstrahlte, ebenso rühmlich glänzen, wie die Literatur des Mittelalters einen Bohuslaw L. zu ihren leuchtendsten Sternen zählt. – Besonders aber waren mehrere dieses Hauses eifrige und fördernde Pfleger der Tonkunst. Schon im 16. Jahrhundert wird der fast wunderbaren Kunst des Sanges, mit welcher Litwin L. ausgestattet war, gedacht; die Capelle der Lobkowitz nahm eine hohe Stufe ein. Fürst Anton Isidor, der großherzige Mäcen Beethoven’s, Joseph Maria Karl, Joseph Franz Max, August Longin leben in den musikalischen Traditionen Wiens, als Wien als Musikstadt noch tonangebend war, ein Ruhm, um den es durch völlige Unkritik und den heillosen Unfug des concertirenden Lirum-Larums gekommen, im besten Andenken. Ein zweiter, der Fürst Joseph Maria Karl, stand mit dem Hamburger Bach in brieflichem Verkehre, war ein geschickter Contrapunctist und seine Capelle stand in Petersburg und in Wien in gleich ausgezeichnetem Rufe. – Welche Freunde endlich die leidende Menschheit an mehreren Sproßen dieses Hauses gehabt, dafür ließen sich fast rührende Beispiele aus dem Leben eben des oberwähnten Fürsten Anton Isidor und des Fürsten Joseph Franz Max erzählen. – Was die Frauen des Hauses Lobkowitz betrifft, so geben uns die Eva Eusebia und die Fürstin Polyxena großartige Beispiele echter Weiblichkeit und seltener Hochherzigkeit, in den Fürstinen Maria Helena und Karolina treten uns aber zwei hilfreiche Engel der Armen und Bedrückten entgegen. Letztere ist die in Wiens Geschichte unvergeßliche Gründerin des adeligen Damenvereins, dessen gegenwärtige Verhältnisse dem Schreiber dieses zwar unbekannt, welcher aber damals, als er durch die Fürstin gegründet worden, eine Fülle von Wohlthaten über die verschämte und bittere Armuth der Residenz ergoß. Indem in nachstehender Uebersicht die benützten handschriftlichen und gedruckten Quellen, welche im Allgemeinen über dieses Fürstenhaus handeln, mitgetheilt werden, wird nur noch bemerkt, daß mehrere andere bei den Lebensskizzen der einzelnen Sproßen dieses Hauses verzeichnet stehen.

Quellen zur Genealogie, a) Handschriftliche. Verleihung des Fürstenstandes für Zdenko Adalbert und seine sämmtliche Descendenz, des Titels Regierer des Hauses von Lobkowitz für ihn und den jeweiligen Erstgebornen, von Kaiser Ferdinand II., ddo. Wien 17. August 1624 (in lateinischer und deutscher Sprache). – Grafenstands-Diplom für Franz Joseph Freih. von Lobkowitz auf Dux mit dem Titel Hoch-und Wohlgeboren, ddo. Wien 26. November 1635. – Erhebung der unmittelbaren Herrschaft Neustadt an der Waldnab zu einer gefürsteten Grafschaft unter dem neuen Namen Sternstein und Befugniß für den Fürsten Wenzel Euseb, sich gefürsteter Reichsgraf von Sternstein zu nennen, von Kaiser Ferdinand III., ddo. Regensburg 23. August 1641. – Bewilligung des Titels „lieber Oheim“, Bestätigung und Vermehrung des dem Zdenko Fürsten v. Lobkowitz ddo. Wien 7. August 1624 verliehenen Palatinats, Berechtigung, im Reiche und in den Erbländern adelige Sitze mit allen den Ständen zukommenden Rechten zu besitzen und sich darnach zu nennen. Verleihung der Salva guardia, des Privilegiums de non usu. Bewilligung, dieses Privilegium im Abgange männlicher Leibeserben letztwillig an einen andern zu cediren, für den Fürsten Wenzel Euseb L., von Kaiser Ferdinand III., ddo. Preßburg 15. Februar 1647. [Vergleiche über die mit dem Palatinate verbundenen Vorrechte das in der Genealogie des Grafengeschlechtes der Königsegg, Bd. XII, S. 225, Gesagte.] – Verleihung des Grafenstandes [313] mit dem Titel Hoch- und Wohlgeboren an Wenzel Ferdinand Baron von L. ddo. Wien 21. Juni 1670; – ein zweites Diplom von nämlichem Datum für Ferdinand Wilhelm Popel von L., für seinen Bruder Felix (auch Ulrich Felix) und seinen Vetter Wenzel Ferdinand, mit welchem alle drei zugleich in den Grafenstand erhoben werden. – Bestätigung für Wenzel Franz Euseb Fürsten von Lobkowitz des dem Zdenko Adalbert Fürsten und Regierer des Hauses Lobkowitz ddo. Wien 15. October 1672 verliehenen Fürstenstandes und Palatinats, nähere Bestimmung der Succession in der Primogenitur, dann für den Fall des Aussterbens der Leibeserben. Erweiterung der mit dem obigen Diplome zugestandenen Privilegien, ferner Privilegium de non usu, und Berechtigung, daß hierüber nie eine Bestätigung eingeholt zu werden brauche. Uebertragung des mit dem Verkaufe des Fürstenthums Sagan abgetretenen Herzogtitels auf die in Böhmen an der Elbe gelegene Herrschaft Raudnitz und die derselben durch Kauf zu incorporirenden Güter für die jeweiligen männlichen Besitzer des Herzogthums, ddo. 3. Mai 1786. – Eine handschriftliche Familiengeschichte des fürstlichen Hauses Lobkowitz ist im Archive oder in der Bibliothek zu Raudnitz vorhanden; Verfasser derselben ist Bibliothekar P. Kaspar Bauschek. – b) Gedruckte Quellen. Hübner (Joh.), Genealogische Tabellen (Leipzig 1719, Gleditschens Sohn, kl. Qu. Fol.) Bd. I, Tafel 249 [die daselbst entworfenen genealogischen Tafeln sind kaum mehr brauchbar]. – Hopf (Karl Dr.), Historisch-genealogischer Atlas. Seit Christi Geburt bis auf unsere Zeit (Gotha 1858, Friedrich Andr. Perthes, kl. Fol.) Abtheilung I: Deutschland, S. 422 u. 423, Tafel 675. – Schönfeld (Ignaz Ritter v.), Adels-Schematismus des österreichischen Kaiserstaates (Wien 1826, Schaumburg u. Comp., 8°.) II. Jahrgang, S. 25–30. – Genealogisches Reichs- und Staats-Handbuch auf das Jahr 1804 (Frankfurt a. M. 1804, Varrentrap u. Wenner, gr. 8°.) Erster Theil, S. 158. – (Klüber) Genealogisches Staatshandbuch (Frankfurt, 8°.) LXVII. Jahrg. (1840), II. Abthlg, S. 590 u. f. – Kneschke (Ernst Heinr. Prof. Dr.), Neues allgemeines deutsches Adels-Lexikon (Leipzig, Friedr. Voigt, 8°.) Bd. V, S. 584 u. f. [mit Angabe zahlreicher genealogischer Quellen]. – Gothaisches genealogisches Taschenbuch nebst diplomatisch-statistischem Jahrbuche (Gotha, Just. Perthes, 32°.) 103. Jahrgang, (1866), S. 181–184 (vergleiche auch Jahrg. 1836, S. 154, u. Jahrg. 1848, S. 156]. – Hormayr (Joseph Freih.), Taschenbuch für die vaterländische Geschichte (Stuttgart, Gebrüder Frankh). I. Jahrgang (1830), S. 219 bis 285. – Neues Archiv für Geschichte, Staatenkunde, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) II. (als Fortsetzung des Hormayr’schen Archivs XXI.) Jahrgang (1830), S. 85, 109, 128, 143. [Dieser ausführliche genealogische Artikel, dessen Verfasser Joh. Ritter von Rittersberg, ist ein vollständigerer Wiederabdruck des im Hormayr’schen Taschenbuche von 1830 mitgetheilten Aufsatzes. Die Auslassungen sind durch Gänsefüßchen angedeutet.] – Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privatmünzen und Medaillen. Herausgegeben von dem Vereine für Numismatik zu Prag (Prag 1853 u. f., 4°.) I. Abtheilung: Personenmünzen, S. 145–179, Tafel XVI, Nr. 123, 124 u. 125, Artikel: „Bohuslaw Felix Hassensteinský von Lobkowic“; S. 281 bis 309, Tafel XXVIII, Nr. 233–241 u. 244, Tafel XXIX, Nr. 242–246, Artikel: „Die Herren und Fürsten von Lobkowic“ [ein mit seltenem Fleiße und großer Gründlichkeit gearbeiteter[WS 3] Artikel, bei dem nur das Eine zu bedauern, daß überhaupt nur jene Lobkowitze oder diese eben ausführlicher behandelt sind, welche durch Denkmünzen vertreten sind. Hätte Herr Hopf diese Arbeit gekannt, sie hätte ihm zur Richtigstellung mancher Daten auf der Tafel der Lobkowitz in seinem „genealogischen Atlas“ dienlich sein können]. – Illustrirte Chronik von Böhmen. Ein geschichtliches Nationalwerk (Prag, C. Vetterl, gr. 8°.) Bd. II (1854), S. 553-564. – Heber (Franz Alex.), Böhmens Burgen, Bd. V, S. 96–102; Bd. VII, S. 128–144. – Monatschrift des vaterländischen Museums (Prag), 1829, Bd. I, S. 25 u. f. – Allgemeines historisches Lexikon (Leipzig, Thom. Fritschens Erben, Fol.) Bd. III, S. 212, und Supplement-Band, S. 813. – Großes vollständiges (sogenanntes Zedler’sches) Universal-Lexikon (Halle und Leipzig, Joh. Heinr. Zedler, kl. Fol.) Bd. XVIII, Sp. 32 bis 45. – Allgemeine Theater-Zeitung, herausg. von Ad. Bäuerle (Wien, gr. 4°.) XLII. Jahrg. (1858), Nr. 29; „Das fürstliche Haus der Lobkowitz“. – Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) [314] Bd. III, S. 468; und Bd. VI, S. 541. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen, Bibliogr. Institut, gr. 8°.) Bd. XIX, Abtheilung 2, S. 681. – BrockhausConversations-Lexikon, 10. Aufl. Bd. IX, S. 656. – Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Lad. Rieger (Prag 1859, Kober, Lex. 8°.) Bd. IV, S. 1352. – Nouvelle Biographie générale ... publiée par MM. Firmin Didot frères, sous la direction de M. le Dr. Hoefer (Paris 1850 et s., 8°.) Tome XXXI, p. 422.

[314a] [WS 4]
                    Uebersicht
(zum leichteren Verständniß der genealogischen Tafel).
I. Hauptast Hassenstein-Lobkowitz (in allen Zweigen bis auf den freiherrlichen noch in Bayern blühenden erloschen).
     A. Nebenast auf Obřistwy.
          a) freiherrlicher sächsisch-bayerischer Zweig.
     B. Nebenast auf Eidlitz.
          a) Zweig auf Lickov.
          b) Zweig auf Petipsi.
          c) Zweig auf Audlić.
          d) Zweig auf Valč.
II. Hauptast Popel-Lobkowitz.
     A. Nebenast auf Chlumetz.
          a) Zweig auf Zbirow und Tocnik, erloschen.
          b) Fürstlicher Zweig auf Chlumetz.
               1) Aelterer fürstlicher Zweig.
               2) Jüngerer fürstlicher Zweig.
     B. Nebenast auf Bilin.
          a) Zweig auf Perutz, erloschen.
          b) Zweig auf Bilin, erloschen.
          c) Zweig auf Tachau, erloschen.
          d) Zweig auf Dux, erloschen.
Stammtafel der Fürsten Lobkowitz.
Hassensteinscher Hauptast. Popelscher Hauptast. Nikolaus Chudy,
Herr auf Lobkowitz
[39][1]
† um 1435.
Anna von Nechwalice.
Nikolaus II. [40]
† 22. Juli 1462.
Offka (Sophie) von Zierotin.
a Johann (I.) † 1470 [22].
Anna Swihowsky von
Riesenburg.
Wenzel.
Nebenast auf Obřistwy. Nebenast Eidlitz (Udlic).
Johann (II.) [23]
† 18. August 1517.
1) Kunka von Ronow.
2) Magdalena von Thörring.

Jaroslaw
geb. 18. August 1843,
† 1529.
Margaretha von Meissen.
Nikolaus (III.)
† um 1500 [41].
N. N.
Jaroslaw † um 1490. Bohuslaw [7]
geb. 1450 (n. A. 1462),
† 11. Nov. 1510.
Nebenast Lobkowitz auf Chlumetz. Nebenast auf Bilin.
Wenzel † 1528.
Kunhata von Krawarz.

Wenzel †.
Ladislaus (I.) [34]
† um 1505,
Anna Kragirz von Kraig.
Zwei Söhne,
vier Töchter
† vor dem Vater.
Diepold (Theobald) [13]
† 3. April 1527,
Agnes Miczan von Klinstein und
Rostock † 1528.
Zweig auf Lickov. Zweig auf Petipši. Zweig auf Audlic. Zweig auf Valč. Zweig auf Zbirow und Tocznik.
Wenzel † 6. Juni 1520.
Sidonia von Vitzthum.

Bohuslaw Felix [8]
geb. 13. Jänner 1517,
† 27. August 1583.
1) Margaretha von Plauen.
2) Anna von Vizthum.
Sigismund [47]
† um 1554.
N. N.
Nikolaus (IV.) [42] † 1531.
Brigida von Gera.
Wilhelm † 1565.
Anna Gräfin Leisnik.
Johann (III.) [24]
geb. 1490, † 1569.
Anna Bedruziczky
von Kolowrat.
Ladislaus (II.) [35]
geb. 1501, † 15. Dec. 1584.
Benigna von Starhemberg,
verw. Johann von Schwamberg.
2) Johanna Berka von Dub
und Lipa † 19. Nov. 1601.
Wenzel. Johanna.
Katharina.
Elisabeth.
Zweig auf Perutz. Zweig auf Bilin. Zweig auf Tachau, Pateck und Bischof-Teinitz. Zweig auf Dux.
Hynek
† 1520.
Georg † 1534.
Elisabeth von
Kraigh.

Diepold.     Heinrich.

Diepold.     Friedrich.
Christoph † 1590.
Anna von Biberstein
† 1543.
Litwin [38] † 1580.

Johanna Margaretha † 1600.
vm. 1) Johann von Oppersdorf.
2) Johann von Lobkowitz auf
Zbirow.
Diepold
† 1534.
Christoph
Peter
† 1534.
Katharina. Johann (IV.) [25]
geb. 8. Nov. 1510,
† 12. April 1570.
1) Anna von Biberstein
† 16. Sept. 1554.
2) Bohunka von Rosenberg
geb. 17. März 1536,
† 14. November 1557.
3) Elisabeth von Roggendorf
verw. von Schwarzenberg
geb. 1533, † 1600.
Wenzel [49]
† 1574.
Bonusza von
Weitmühl.
Heinrich
geb.
4. Oct.
1506,
† um
1578.
N. N.
Sebastian [46]
geb. 4. August 1511,
† um 1589.
Euphemia von Tetau.

Agnes.
noch 3 Söhne
und 1 Tochter
in der
Kindheit †.
Petroklus
† 1548.
Peter † um 1554.
Margaretha Gräfin
Schlick † 1557.
Barbara. Marianna. Christoph [11]
† um 1564.
Heinrich Nikolaus
† 1582.
Katharina Smiřicky
von Smiřic † 1569.
Barbara
vm. Jetřich von
Vitzthum.
Brigida.
Philipp [43]
† 1567.
Ernst † 1586.
Ursula Teufel
von Pichl.

Johann Ernst † 1599.
Ulrich Felix † 1604.
Anna von Rosenberg.
Bartholomäus. Ursula.
Ludmilla.
Hedwig.
Anna.
Barbara.
Bohuslaw Joachim [9]
geb. 1546, † 1605.
1) Anna von Redern
verwitw. von Waldstein
† 28. Aug. 1588.
2) Eva von Waldstein,
nachmalige Georg
Friedrich von Hohenlohe-
Langenburg.
Wenzel
jung †.
Adam [1]
1582.
Hanusch Waldemar
† um 1595.
Ursula Schenk von
Schenkenstein.

Eva?
Johanna
vm. von Kolowrat-
Maslovsky.
Sidonia vm. Zdenko Krajiř.
Barbara
vm. Mathias von
Stampach,
und noch mehrere
Kinder.
Johann Wilhelm
† 1586.
Jaroslaw
† 1586.
Ursula
vm. Max von
Lobkowitz
(von der Nebenlinie
auf
Obřistwy).
Albrecht † um 1607.
Elisabeth von Schwamberg
verw. Hanns von Haugwitz.

Johanna
vm. Heinrich Albert
Graf Guttenstein.
Nikolaus. Christoph [12]
† um 1625.
Ursula Kolowrat-
Novohradsky.

Dorothea Katharina
vm. von Zierotin.
Fürstlicher Zweig
Ladislaus (IV.) [37]
geb. 1566, † 20. März 1621.
Anna Gräfin Salm,
nachmalige Heinrich Graf
Schlick.

Ladislaus Julius
jung †.
Wenzel † ⚔
26. Sept. 1596.
Katharina.
Benigna.
Anna.
Maria.
Johanna.
Zdenko Adalbert [52],
erster Fürst
geb. 15. Aug. 1568,
† 16. Juni 1628.
Polyxena von Pernstein [45]
geb. 1566,† 1642,
verw. Heinrich v. Rosenberg.

Wenzel Franz Euseb Herzog von Sagan [50]
geb. 20. Jänner 1609, † 22. April 1677.
1) Johanna Gräfin Myska von Zlonitz,
verw. Petypeski † 17. Jänner 1650.
2) Augusta Sophia Pfalzgräfin von Sulzbach
† 30. April 1652.
Wenzel
und noch
3 Kinder
jung †.
Wilhelm
† 1647.
Benigna
Lobkowitz
auf Dux.
Katharina vm. Ladislaus
Berka von Dub und Lippa.

Elisabeth vm. Heinrich
Kolowrat-Liebsteinsky
.
Max
geb. um 1560,
†.
Ursula von
Lobkowitz
† um 1630 im
Ausland.
Georg † 1590.
1) Barbara Zmrzlik von
Svojšjn † 1578.
2) Hedwig Zajic von
Hasenburg, verw.
Albrecht Smiřicky.
Johann
Heinrich
† um
1584.[2]
Adam. Christoph [10] geb. 1549, † 1609
1) Maria Freiin von Mollart.
2) Johanna Lobkowitz auf Tocznik.
Margaretha
Helena vm. Waldstein.
Veronika vm. Berka.
Barbara v. Wartenberg.
Maria vm. Schwamberg.
Johann vm. Gerstorf.
Wilhelm † 1637 [51]
1) Eva von Schwamberg.
2) Sibilla von Waldstein.
Anna.
Bohunka.
Johann Christoph † um 1613,
Johanna Kolowrat-Liebsteinsky.

Johann Mathias.
Maria.
Anna Benigna.
Boziczka.
Johann Erdmann
† 20. Nov. 1648.
Zwei Schwestern
an Ferdinand und
Ladislaus v. Sternberg
vermält.
Sächsisch-bayerischer Freiherrn-Zweig
Anna † 1624. Sidonia † 1651. Waldemar[3].
:
Ernst Maximilian [14].
Maria Magdalena von Gersdorf.
Johann (V.), Kammerpräsident,
geb. 1521,
† 1590.
1) Johanna von Kolowrat.
2) Johanna Margaretha von
Lobkowitz.

Elisabeth
vm. Christoph von
Lobkowitz.
Christoph
† 1571.
Georg [21]
† in Haft 28. Mai 1607.
Katharina von Lokšan [33]
verw. Ladislaus von Sternberg
† 8. Mai 1590.
Ladislaus (III.) [36]
geb. 1537, † 1609.
Magdalena Gräfin
Salm † um 1608.
Bogislaw Gallus geb. 1543, † 1595.
1) Magdalena von Starhemberg.
2) Elisabeth Kolowrat-Krakowsky.
Griseldis. Anna
Dorothea.
Nikolaus † 1599.
Anna von Guttenstein.

Johann Victorin           Nikolaus.
Hinko Bartholomäus.
[4]
Anna Magdalena † 1668.
vm. 1) Zdenek v. Kolowrat.
2) Julius Herzog von
Sachsen-Lauenburg.
Margaretha Katharina
† um 1657.
vm. 1) Johann Gf. Schönburg.
2) Philipp Gf. Mannsfeld.
Eleonora Maria † 1681,
vm. 1) Heinrich Wolf Berka
von Dub und Lippa.
2) Hartwig Gf. Nostiz.
Ulrich
Adam
† 1652.
Wenzel
Zdenek
† 1652.
Christoph
Ferdinand
† 1658.
Elisabeth
Apollonia
Gfin. Tilly.

Wenzel Ferdinand
† 1697.
N. N.

Eleonora Karolina
geb. 9. Sept. 1684,
† 3. März 1720,
vm. Philipp Hyacinth
Fürst Lobkowitz.
Franz
Wilhelm
geb. 1616,
†.
Elisabeth
Eusebia
v. Talmberg.
Leopold
Ignaz
† 1643.
Katharina † 1591.
vm. Johann von Lobkowitz
auf Bilin.
Ursula
vm. Wenzel von Sloupna.
Anna.
Barbara.
Margaretha.
Eva † 1586
Prokop.
Sebastian.
Georg † 1590.
Johann Wenzel † 1608.
Johanna Daschitzky.

Wenzel.
Adam Gall
† 1605.
Margarethe
von Mollart.
Matthäus Diepold
† 1619,
Malteser-Prior.
Georg
† 1589.
Anna Eusebia
vm. Georg Ludwig Landgf.
von Leuchtenberg.
Benigna Katharina
vm. Wilhelm von
Lobkowitz auf Bilin.
Wenzel Wilhelm
1) N. N.
2) Margaretha Gräfin
Dietrichstein.

Franz Joseph [19]
1635 Reichsgraf.
Polyxena Maria von Talmberg.
später vm. Maximilian Graf
Waldstein.
Ferdinand
Wilhelm
† 1708.
Ulrich Felix [48]
† 1722.
Maria Josepha
von Bubna.
Maria Isabella † 1719.
vm. 1) Adam Mathias Graf Trautmannsdorf.
2) Georg Adam Graf Gaschin.
Katharina Polyxena † 1709.
vm. 1) Johann Freiherr von
Lamingen.
2) Alex. Wratislaw von
Mitrowitz.
Benigna Maria
vm. Gabriel Graf Sereni.
Margaretha † 1685.
vm. Leopold Anton Graf
Trautmannsdorff
.
Anna Magdalena † 1722.
Ursulinerin.
Johann Theodor. Albert Theodor.
Franziska von Dynowski.

Franz Simon geb. 1719, † 1799.
19 Maria Magdalena von Wurmgarden.
2) Johanna Maria von Wollwitz.
Eva Eusebia [15]
† 1624,
vm. Johann
Nikolaus von
Lobkowitz.
Anna Maria
† 9. April 1603,
vm. Rozdrazow.
Johann Nikolaus
† 1614.
Eva Eusebia
von Lobkowitz
† 1624.
Adam Eck [2]
† ⚔ 1608.
Katharina vm. Kurzbach.
Maria Magdalena
vm. Trčka.
Eva vm. Bathyany.
Sbinka vm. Solms.
Philipp Ferdinand
August
geb. 12. Sept. 1656,
† 3. Jänner 1657.
Ferdinand August Leopold [16]
geb. 7. Sept. 1655, † 3. Oct. 1715.
1) Claudie Franziska Prinzessin Nassau-Hadamar
geb. 1660, † 1680.
2) Maria Anna Wilhelmine Markgräfin zu Baden-
Baden geb. 1655, † 1701.
3) Maria Philippine Gfin. Althann, geb. 1671, † 1706.
4) Johanna Elisabeth Fürstin Schwarzenberg
geb. 1689, † 1739.
Franz Wilhelm Ignaz
geb. 15. Sept. 1659,
† 6. Jänner 1698.
Hedwig Sophie
geb. 30. April 1658,
† 24. Jänner 1665.
Karl Albert Franz. Franz Albert. Andreas Matthäus [3]
1789 ⚔.
Ludwig.
Aelterer fürstlicher Zweig. Jüngerer fürstlicher Zweig.
Philipp Hyacinth geb 25. Februar 1680[5], † 21. Dec. 1735.[6]
1) Eleonore Karoline Gräfin von Lobkowitz auf Bilin
geb. 9. September 1684, † 3. März 1720.
2) Maria Wilhelmine Gräfin Althann, später
vm. Gundaker Ludwig Graf Althann
geb. 26. März 1704, † 27. December 1757.
Joseph Anton
August [27]
geb. 15. April 1681,
† 18. Aug. 1717 ⚔.
Leopold,
Ferdinand,
Karl,
jung †. Luise geb. 1653, †.
vm. Anselm Franz
Fürst Thurn-Taxis
.
Amalia Magdalena
geb. 1682, †.
vm. Adam Franz Fürst
Schwarzenberg
.
Hedwig,
Augusta,
Maria,
Eleonore,
jung †.
Johann Georg Christian [S. 342]
geb. 10. Aug. 1686, † 4. Oct. 1755,[7]
Maria Henrike von Waldstein
geb. 24. Jänner 1702,
† 11. März 1780.
Maria Ernestine
†.
Ferdinand
als Kind †.
Wenzel Ferdinand Karl
geb. 16. Jänner 1723,
† 22. Jänner 1739.
Ferdinand Philipp Joseph
geb. 24. April 1724,
† 11. Jänner 1784.
Maria Gabriele Herzogin von
Savoyen-Carignan
geb. 17. März 1748, †.

Joseph Franz Maximilian Herzog
von Raudnitz [S. 345]
geb. 7. December 1772,
† 15. n. A. 16. December 1816.
Karoline Fürstin Schwarzenberg [32]
geb. 7. September 1775,
† 24. Jänner 1816.
Maria Anna
geb. 1725, † 1729.
Maria Elisabeth
geb. 23. Nov. 1726,
† 29. Juli 1786.
vm. Corfitz Anton
Graf Uhlefeld

† 1769.
Philipp Joseph
geb. 1728, † 1729.
Karl Joseph
jung †.
Karl Adam Felix
geb. 8. Nov. 1719,
† 20. August 1760.
Maria Eleonora
geb. 17. Oct. 1721,
† 9. Mai 1750,
vm. Karl Albert
Herzog Ursel.
Joseph Maria Karl [S. 347]
geb. 8. Jänner 1725, † 5. März 1802.
Maria Josepha Gräfin Harrach
geb. 20. Nov. 1727, † 15. Febr. 1788,
verw. Joseph Karl Fürst Liechtenstein.
Ferdinand Maria
Bischof,
geb. 15. Dec. 1726,
† 29. Jänner 1795.
Philipp Joseph [44]
geb. 4. November 1732,
† 15. August 1760 ⚔.
August Anton Joseph [5]
geb. 22. Sept. 1729, † 28. Jänner 1803.
Maria Ludmilla Gräfin Czernin
geb. 21. April 1738, † 20. Juni 1790.
Leopold
geb. 17. Sept. 1734,
† 30. Dec. 1759.
Anton
geb. 11. Aug. 1738,
† 21. Nov. 1745.
Maria Eleonora,
Salesianerin,
geb. 16. Sept. 1753,
† 20. Dec. 1802.
Joseph
geb. 21. Aug. 1754,
† 21. April 1768.
Maria Josepha
geb. 8. Aug. 1756,
† 6. Dec. 1822,
vm. Karl Fürst
Auersperg.
Ferdinand
geb. 15. Nov. 1759,
† 14. April 1761.
Maria Josepha geb. † 1754.
Maria Josepha geb. 1756, †1793.
Maria Isabella geb. 1759, † 1761.
Maria Walburga geb. † 1760.
Maria Karolina geb. 1764, † 1768.
Maria Anna geb. 1766, † 1768.
Maria Theresia geb. 1767, †.
Maria geb. 1769, †1770.
Rosa de Lima geb. 1775, † 1777.
Maria Ludeculla geb. 1778, † 1787.
Christian geb. 1757, † 1759.
Johann Wenzel geb. 1761, † 1768.
Franz Anton geb. † 1762.
Ferdinand geb. 1765, † 1768.
Emanuel Felix geb. 1771, † 1773.

August geb. † 1758.
Maria Eleonora
geb. 22. April 1770
vm. Max Joseph
Fürst Thurn-Taxis
.
Anton Isidor [S. 307]
geb. 16. December 1773,
† 12. Juni 1819.
Maria Sidonia Fürstin Kinsky
geb. 11. Februar 1799,
† 26. März 1837.
August Longin [S. 337]
geb. 15. März 1797,
† 17. März 1842.
Bertha von Schwarzenberg
geb. 2. September 1807.
Maria Ludmilla
geb. 15. März 1798,
vm. Prosper Ludwig
Herzog von Arenberg
† 1861.
Joseph August
geb. 19. April 1799, † 20. März 1832.
N. N.

Maria geb. 10. November 1830.
Franz Georg [S. 340]
geb. 25. April 1800,
† 1858.
Ferdinand Bonaventura
geb. 16. August 1801,
† 1831.
Maria Anna
Franziska
geb. 4. Oct. 1802.
Maria Helena
geb. 10. Febr. 1805,
† 15. März 1856.
Georg Christian[WS 5] geb. 14. Mai 1835.
Anna Prinzessin Liechtenstein
geb. 26. Februar 1846.
Maria Sidonia geb. 4. Oct. 1828,
vm. Joseph Franz Karl Fürst Lobkowitz.
M. Polyxena geb. 21. Nov. 1830,
vm. Moriz Graf Eszterházy.
Rosa geb. 13. Juni 1832,
vm. Erwin Graf Neipperg.
Ferdinand Joseph Johann [17]
geb. 13. April 1797.
Maria Fürstin Liechtenstein
geb. 31. December 1808.
Maria Gabriela
geb. 19. Juli 1793, † 16. Februar 1812,
vm. Vincenz Fürst Auersperg.
Maria Eleonora
geb. 28. October 1795,
vm. Weriand Fürst Windischgrätz.
Johann Nep. Karl Philipp
geb. 14. Jänner 1799.
Karolina Gräfin Wrbna
geb. 1815, † 18. Oct. 1843.
Theresia
geb. 23. Sept. 1800.
Maria Pauline
geb. u. † 30. Dec. 1801.
Karl Johann Joseph
geb. 1804, † 1806.
Joseph Franz Karl [28]
geb. 30. November 1807.
Leopoldine Fürstin Liechtenstein
geb. 4. November 1815.
Anna Maria Theresia
geb. 22. Jänner 1809,
vm. Franz Ernst Graf
Harrach.
Sidonia Karolina
geb. 13. Jänner 1812,
vm. Ferdinand Leopold
Graf Palffy.
Karl Johann Joseph [31]
geb 24. November 1814.
Julie Freiin von Redwitz
geb. 25. September 1838.
Max M. Oswald
geb. 5. August 1827,
† 1849.
Moriz geb. 2. Juni 1831.
Maria Anna Prinzessin
Oettingen-Wallerstein
geb. 1. Februar 1839.
Leopoldine
geb. 22. März 1835,
vm. Friedrich Graf
Bossi-Federigotti.
Maria geb. 18. Juli 1841,
vm. Gebhardt Lebrecht Gf.
Blücher-Wahlstatt.
Karolina
geb. 29. April 1835,
vm. Philipp Freiherr
Schenk von Stauffenberg.
Maria Margaretha
geb. 13. Juli 1837,
vm. Johann Nep. Gf.
Harrach.
Franz Eugen
geb.
15. März 1839.
Johanna[WS 6]
geb. 16. Juni 1840,
vm. Karl Gf. Schönborn.
Eugen
geb.
19. Juni 1842.
Ludwiga
geb. 15. Mai 1838,
vm. Eduard Graf
Stadion.
Rudolph Ferdinand
geb. 16. Aug. 1840.
Ludwig Leopold
geb. 18. April 1843.
Anna
geb. 5. April 1847.
Maria            Ferdinand Zdenko
geb. 22. u. 23. Jänner 1858,
Zwillinge.
Marianna
geb. 3. Dec. 1861.
Wilhelmina
geb. 16. Febr. 1863.
Gabriele
geb. 11. Nov. 1864.
Ferdinand
geb. 26. Juni 1850.
Bertha
geb. 27. Aug. 1851.
Josephine
geb. 10. Febr. 1853.
M. Gabriele
geb. 14. Jänner 1855.
Elisabeth
geb. 3. März 1856.
M. Zdenko Vincenz
geb. 5. Mai 1858.
August Georg
geb. 3. Febr. 1862.

  1. Die in den Klammern [ ] befindlichen Zahlen weisen auf die kürzeren Biographien, welche sich auf S. 314–337 (Nr. 1–52) befinden, wenn aber ein S. voransteht, auf die Seitenzahl, auf welcher die ausführlichere Lebensbeschreibung des Betreffenden steht.
  2. Hopf führt hier zwei Söhne Johann und Heinrich auf, in Wirklichkeit ist es nur Einer, der beide Namen zusammen führt.
  3. Hopf in seinem „genealogischen Atlas“ leitet den sächsisch-bayerischen freiherrlichen Zweig der Lobkowitz von Heinrich Nikolaus von dem Audlicer Zweige, Rittersberg gar von Bohuslaw Joachim von dem Zweige der Lobkovicz auf Lickow ab. In der „Beschreibung der bisher bekannten böhmischen Privatmünzen und Medaillen“ werden für die Annahme, daß die Sproßen der sächsisch-bayerischen Linie Nachkommen der Lobkowitz auf Obřistwy seien, die triftigsten Gründe beigebracht.
  4. Hopf in seinem Atlas macht aus Johann’s Sohn Hynek (Heinrich) Bartholomäus zwei, Hynek und Bartholomäus, was nicht richtig ist.
  5. In Ritter von Schönfelds Adelsschematismus II. Jahrgang, S. 27, steht 1650 als Geburtsjahr.
  6. Nach Rittersberg in Hormayr’s Archiv 1830, S. 89, am 31. December.
  7. Nach Schönfeld † 9. December 1753.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Lobkowitz, das Fürstenhaus [Bd. XV, S. 310].
    Dvořák (Max), Vyvinuti erbu někdy pánů v nyní knížat z Lobkovic, d. i. Auszüge aus dem Archiv der Herren, jetzt Fürsten von Lobkowitz (Prag 1871, J. Pospisil, 8°., 33 S.). – Programm des k. k. Obergymnasiums zu Komotau. Veröffentlicht am Schlusse des Schuljahres 1864 (Brüx, Schönfeld’s Witwe, 8°.) S. 35: „Die Lobkowitze und die neuen Komotauer Studentenstiftungen“. [Bd. 28, S. 363.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Andreas Mathäus Freih. von L..
  2. Vorlage: Sachlache.
  3. Vorlage: gearbeiteteter.
  4. In der Vorlage ohne Seitenzahl.
  5. Georg Christian von Lobkowitz (1835–1908) (Wikipedia).
  6. Vorlage: Johann Nep.