BLKÖ:Beethoven, Ludwig van

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 1 (1856), ab Seite: 224. (Quelle)
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Beethoven, Ludwig van[BN 1] (Tonkünstler und Compositeur, geb. zu Bonn 17. Dec. 1770 nach dem Zeugnisse des dortigen Kirchenregisters, gest. in Wien 26. März 1827, 53/4 U. Nachm. während eines heftigen Gewitters). Alle übrigen Angaben über Geburt und Tod, die sehr oft von den obigen abweichen, sind falsch. Von seinem Vater, Anton van B., Tenoristen in der Capelle des Churfürsten von Köln, erhielt B. den ersten Unterricht in der Musik. Sein Großvater Ludwig, dem der Knabe ebenso wie seiner Mutter Mar. M. Kewerich († 1787) mit inniger Liebe zugethan war, starb als Capellmeister des Theaters in Bonn am 24. Dec. 1773. Des jungen B. Umgang mit der Familie Breuning, in welcher er auch den ersten Clavierunterricht erhielt, war von bedeutendem Einflusse auf ihn; schon damals [225] entwickelte sich jener unfreundliche, störrische Charakter in ihm, den nur die Glieder dieser Familie zu bemeistern im Stande waren. Aus diesem Hause ging er in die Hände des Hoforganisten van der Eden über, der ihn weiter ausbildete, so daß B. schon im J. 1782 die Aufmerksamkeit des Churfürsten erregte. Drei Jahre später wurde Beethoven zugleich mit Neefe, durch den B. mit den Werken Sebastian Bachs bekannt gemacht wurde, als churfürstlicher Capell-Organist angestellt. Schon im Alter von 11 J. spielte B. so fertig das Clavier, daß ihm öffentliche Blätter eine große Zukunft voraussagten. Der Unterricht, den ihm Neefe im Generalbasse ertheilte, blieb gleichfalls nicht ohne Frucht, und es bestehen aus dieser Zeit drei Claviersonaten und einige Lieder, die vielversprechend waren. Die Protection des Grafen Waldstein eröffnete ihm nach dem Tode des Churfürsten, an dessen Hofe er bereits seit 1791 als Hoforganist fungirte, die Laufbahn nach Wien, das er gegen Ende 1792 betrat. Hier knüpfte er schnell bedeutende Bekanntschaften an. Van Swieten, Fürst Lichnowsky öffneten ihm ihre Häuser; B. lernte Händels Meisterwerke kennen und ward Haydns Schüler. Später waren ihm Schenk und Albrechtsberger zur Seite. Als B. im J. 1801 den Entschluß faßte, Wien nicht mehr zu verlassen, war sein Ruhm bereits fest begründet. Seine herrlichen Compositionen erwarben ihm die Bewunderung der Welt; sein Clavierspiel machte ihn zum Mittelpunct der angesehensten Cirkel. Fürst Lichnowsky blieb sein wärmster Freund und Anhänger. Die Tonstücke: „Christus am Oelberge;“ – „Fidelio;“ – die „Symphonie in B-dur;“ – die „4., 5., 6. Symphonie;“ – eine „Messe;“ – „Eroica auf Napoleon;“ und viele Sonaten waren aus dieser Zeit (1800–1812). Mit der Anerkennung seiner Leistungen flossen ihm auch die reichsten Honorare zu. Aber Beethovens seltsames Wesen, das ihn fortwährend in Collisionen verwickelte, war nicht geeignet, die materielle Seite seiner Laufbahn im Auge zu behalten. Er vernachlässigte sich äußerlich so sehr, daß Andere darauf denken mußten, für ihn zu sorgen. Dazu kam sein scheues Zurückziehen aus dem Umgange mit allen Menschen; sein Mißtrauen selbst gegen Freunde und Kunstgenossen, wozu er freilich oft Grund hatte; einige Mißverständnisse und endlich seine Harthörigkeit, die sich schon vor Jahren gemeldet hatte, und immer mehr zunahm. So geschah es, daß die letzten zehn Jahre seines Lebens wenig freudige Momente und nur das Schauspiel eines Geistes boten, der mit seiner gigantischen Größe im kleinen Raume einer kleinlichen Welt verkümmern mußte. Im Jahre 1813 ward seine Schlachtsymphonie „Die Schlacht bei Vittoria“ und die „7. Symphonie in A-dur“ aufgeführt. Bei dieser Gelegenheit machte ihm der Metronom Mälzel viel Verdruß, da dieser sich wegen einer Schuldforderung an Beethoven öffentlich den Eigenthümer der Schlachtsymphonie zu nennen wagte. Der gutmüthige, edle Beethoven stellte ihm später eine Empfehlung seiner Metronome aus. Im Jahre 1815 verursachte ihm die Adoption eines Neffen viele unangenehme Auftritte und zuletzt einen bis zum J. 1820 dauernden Proceß. Um diese Zeit nahm er eine Menge großer Werke in Angriff, die er alle entweder nicht beendete, oder in solchem Zustande in die Oeffentlichkeit brachte, daß man an ihm zu verzweifeln begann. Ja selbst von der deutschen Oper entfernte er sich einen Augenblick, als er die 1823 in Wien anwesenden italienischen Sänger hörte; er wollte eine italienische Oper schreiben, aber es kam nicht dazu. Dafür begann er zu Ende eben dieses Jahres die „9. Symphonie“ und endigte sie [226] im Februar 1824. Die bereits gemachten Entwürfe zur „10. Symphonie“ blieben leider unausgeführt. Im Frühlinge dieses Jahres erhielt B. eine vortheilhafte Einladung nach London, die er aber aus Liebe zu seinem Neffen nicht annahm, wie er überhaupt für diesen die bedeutenden Summen, welche ihm in letzter Zeit eingingen, als dessen Hinterlassenschaft deponirte und lieber selbst darbte, als daß er dieses Geld angegriffen hätte. Im Jahre 1825, als er schon bleibend kränklich war, sollte ihm noch die letzte Genugthuung zu Theil werden. Er ließ sich nämlich bereden, die Aufführung seiner letzten herrlichen „Symphonie in D-moll“ und seiner großen „Messe“ (missa solemnis D-moll) selbst zu dirigiren; unendlicher Enthusiasmus ergriff alle Zuhörer – es war das letzte Mal. Vom Spätherbste 1826 bis zum Tage seines Todes war sein Leben eine Kette physischer Leiden, nur unterbrochen durch die Zeichen der Liebe und Verehrung, die man in Nah und Fern dem sterbenden Künstler zollte. Seine irdischen Ueberreste wurden am 29. März Nachmittags 4 Uhr auf dem Friedhofe zu Währing nächst Wien bestattet. An seinem Grabe hielt der Hofschauspieler Anschütz eine kraftvolle Rede, die den besten Kenner und tieffühlendsten Würdiger B.’s, Grillparzer, den Schiller Oesterreichs, zum Verfasser hatte. Bonn setzte ihm im J. 1845 ein Monument. Beethovens Werke sind in systematischer Zusammenstellung folgende: I. Clavier-Musik: 35 Sonaten für das Clavier allein; – 13 verschiedene Clavierstücke; – 20 Variationen für das Clavier allein; – 22 Variationen für das Clavier mit Begleitung; – 4 vierbändige Compositionen für das Clavier; – 10 Duetten für Clavier u. Violine; – 6 Duetten für Clavier u. Violoncell; – 7 Terzetten für Clavier, Violine und Violoncell; – 2 Quartetten und Quintetten f. d. Clavier; – 8 Cantaten f. d. Clavier mit Begleitung des Orchesters. – II. Violin-Musik: 6 Terzetten für Violine, Viola und Violoncell; – 17 Quartetten für 2 Violinen, Viola und Violoncell; – 3 Quintetten für 2 Violinen, 2 Violen und Violoncell; – 2 Sextetten und Septetten für Violine etc.; – 3 Concerte und Romanzen für die Violine mit Begleitung des Orchesters; – III. Gesang-Musik: 74 Gesänge und Lieder mit Orchesterbegleitung; – 12 Nummern mehrstimmige Gesänge mit Orchesterbegleitung; – IV. Orchester-Musik: 1 Oper; – 10 Symphonien für das ganze Orchester; – 10 Ouverturen für das ganze Orchester; – 6 Nummern Tänze und Ballette für das ganze Orchester; – 1 Oratorium; – 2 Messen; – 5 Musikstücke für Blasinstrumente. – Beethoven’s Studien im Generalbasse, Contrapuncte u. s. w. erschienen aus seinem handschriftl. Nachlasse, gesammelt von Ignaz Ritter v. Seyfried (Wien 1832).

Da das Leben jener Menschen, welche durch ihre Geistesgröße und Leistungen als Sterne ersten Ranges erscheinen, in einem biographischen Lexikon, wie das vorliegende, nur im weitesten Umrisse und engsten Raume gegeben werden kann und muß, so glaubt der Herausgeber für die Kürze dieser Lebensskizze durch eine seit Jahren emsig gesammelte, noch nirgend veröffentlichte Literatur den Freunden des Genius einen Ersatz zu bieten.
I. Selbstständige Biographien und Beethoven betreffende Werke: Kanne (Friedr. Aug.), L. van Beethovens Tod etc. (Wien 1827, 8°.) – Schlosser (Joh. Alois), L. van Beethoven; Biographie desselben, verbunden mit Urtheilen über seine Werke etc. (Prag 1828, 8°. Porträt.) – Wegeler (F. G.) u. Ries (Ferd.), Biographische Notizen über L. van Beethoven (Coblenz 1838, 8°.) – Anders (Gottfried Engelbert), Détails biographiques sur Beethoven, d’après Wegeler et Ries. (Paris 1839, 8°.)Schindler (Anton), Biographie von L. van Beethoven (Münster 1840, 8°. Porträt, verm. Aufl. 1845, 8°. m. Portr.). [Dieselbe ist in’s Englische übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Ignaz Moscheles (London 1841, [227] 2 Bde. 8°. mit Porträt) erschienen.] – Schindler (Anton), Beethoven in Paris (Münster 1842, 8°.) – Notice sur L. van Beethoven (Paris 1843, 4°.). – Erinnerung an L. van Beethoven und Feier der Enthüllung seines Denkmals zu Bonn am 10., 11. u. 12. August 1845, enthaltend L. van B.’s Biographie etc. (Bonn 1845, 8°.). – Müller (Wilhelm), Beethoven; Festgabe bei der Inauguration seines Denkmals in Bonn (Bonn 1845, 8°.). – Lenz (W. de), Beethoven et ses trois styles (St. Petersbourg 1852–53, 3 vol. 8°.). – Dasselbe in deutscher Sprache: „Beethoven“ eine Kunststudie. Erster Theil: Das Leben des Meisters (Cassel 1855, Balde). [Der 2. Theil wird Mit- und Nachwelt B.’s mit stetem Hinblick auf ihn, dann kritische Untersuchungen über Haydn, Mozart, Weber, Mendelssohn und den Beethoven Statusquo in Rußland enthalten. Der dritte Theil wird eine Feststellung der Styl-Metamorphosen B.’s bringen (Vergleiche Monatschrift für Theater und Musik [Wien 1856, Wallishausser] II. Jahrg. Nr. 2, S. 77).] – Lettre à Mons. le Bourgmestre de la ville de Bonn contenant les preuves de l’origine hollandaise du célèbre compositeur Louis van Beethoven par W. van Marsdyk (Amsterdam, 8°.) [worin bewiesen werden soll, daß B. ein Holländer sei]. – Neumann (W.), L. van Beethoven; eine Biographie (Cassel 1854, 16°. mit Porträt.) [Dritte Lieferung der biograph. Sammlung: Die Componisten der neueren Zeit.] – Studii di Beethoven, ossia trattato d’Armonia e di Composizione. Prima versione italiana con note di Fétis e Rossi (Mailand 1856, 2 Bde. gr. 8°., Giov. Canti; mit dem Porträt und dem Grabdenkmal B.’s. G. Buccinelli inc.)
II. Kürzere in Journalen u. periodischen Schriften und anderen Werken zerstreute Biographien: Neuer Nekrolog der Deutschen (Ilmenau 1827, Voigt) V. Jahrg. I. Bd. Nr. 115, S. 306, gut gearbeitet. – Allg. Musikal. Zeitung (Berlin 4°.) 1827, Nr. 21: „Etwas über Ludwig van Beethoven,“ mit richtiger Angabe seines Geburtstages. – Abend-Zeitung (Dresden und Leipz., Arnold, 4°.) 1827, Nr. 165, 166: „Beethoven“ von Joh. Sporschil. – Morgenblatt (Stuttgart, Cotta) 1823, 5. Nov. – Hammonia (Hamburg 1827) Nr. 29: „Nekrolog,“ wo irrig der 16. December 1770 als Geburtstag angegeben. – Oestr. Volksbote. Kalender auf 1855 (Wien, Pichler) III. Jahrg. S. 134, ebenfalls mit irriger Angabe des Geburtsjahres 1772, welches auch Gerber in seinem Lexikon angibt. – Das Dampfboot. Allgem. humor. Unterhalt. u. Volksblatt (Danzig, 4°.) 1840, Nr. 69–72, mit richtiger Angabe seines Geburtstages. – Nouvelle Biographie générale ... publiée sous la dir. de M. le Dr. Hoffer (Paris 1853) V. Bd. Sp. 140, par Dieudonné Denne-Baron. – Das Buch der Welt (Stuttgart, C. Hoffmann, 4°.) 1845, S. 26 von Ortlepp. – Dasselbe 1852, S. 129 mit Porträt im Stahlstich aus Karl Mayers Kunstanst. in Nürnberg. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für die gebildeten Stände (Hildburghausen 1845 u. f., Bibl. Institut, Lex.-8°.) IV. Bd. 4. Abtheil. S. 108–121. Vortrefflicher Artikel.
III. Ueber einzelne Lebensmomente B.’s: Anecdotisches, Berichtigendes u. dgl.: Neue Wiener Musik-Zeitung 1855, Nr. 11–15: „Ein Besuch Rellstabs bei Beethoven 1825.“ – Deutsche Frauenzeitung (1838) S. 254: „Notizen aus Beethovens Leben“ von Adeline v. D. – Adler (Wien 1838) S. 524. – Hammonia (Hamburg, 4°.) Nr. v. 4. Aug. 1827: „Zur Charakteristik Beethovens.“ – Figaro (Berlin, 4°.) 1840 S. 955: „Beethovens Familie.“ Darauf die Entgegnung von A. Schindler ddo. Aachen 5. Nov. 1840 im Adler (Wien, 4°.) 1840 S. 2238. – Blätter f. Musik, Theat. u. Kunst, von L. A. Zellner (Wien, 4°.) 1855, Nr. 16: „B. in flagranti,“ von vielen Journalen nachgedruckt. – Humorist, herausgegeben von Saphir (Wien, 4°.) 1837, S. 83: „Beethoven und Kuhlau.“ – Frankfurter Conversationsblatt 1856, Nr. 172, S. 688: „Beethovens erste Liebe.“ – Teleskop; Beilage zum Kometen (Leipzig, 4°.) 1842 Nr. 12: „Beethoven in seiner guten Laune.“ – Russel (Johann), Reise durch Deutschland (Leipzig, Liebeskind) II. Thl. S. 312. – L’Entreacte (Paris 1838): „Beethoven cuisinier et Amphytrion.“ – Die Leipziger Allg. Modenzeitung, herausgeg. von Diezmann, enthält in den letzten fünf Jahrgängen viele einzelne pikante Züge aus B.’s Leben: „Beethoven und Ries;“ „Beethoven und Tieck“ (aus Tiecks Erinnerungen, Brockhaus 1856); „Himmel und Beethoven;“ „Beethoven und der Wirth;“ „Beethoven und Weber;“ „B. und Fürst Lichnowsky;“ „B. und Erzherzog Rudolph“ u. A. – Allgem. Theaterzeitung von Ad. Bäuerle (Wien 1839) XXXII. Jahrg., Nr. 110: „Beethoven und Himmel.“ – Ebenda (Wien 1827) XX. Jhrg. Nr. 40: „Berichtigung seines Geburtsdatums.“ – Ebenda (Wien 1834) XXVII. Jhrg. Nr. 27: „B.’s Bekenntnisse.“ – Ebenda (Wien 1848) XLI. Jahrg. Nr. 48: „Beethoven und Kanne“ aus Laube’s Reisenovellen. – Wiener Conversationsblatt, herausgegeben von Adolph Bäuerle (vormals Theaterzeitung) 1855, S. 114: „Aus der Musikwelt.“ [Theilt Urtheile Zelters, Goethe’s über B. mit. Ersterer nennt B. ein Thier, das man lieber [228] gebraten als lebendig im Zimmer sieht – Goethe sagt von B.: Es kommt ihm beim Anhören B.’scher Musik vor, als ob dieses Menschen Vater ein Weib, seine Mutter ein Mann gewesen sein müsse.] – Dasselbe Blatt 1855, S. 335: „Seltsame Mystificationen“ [worin erzählt wird, wie Hummel von B. in seiner Eigenliebe beleidigt, sich an Letzterem durch die Mystification rächt, daß er ihm von der Erfindung einer „Laterne für Blinde“ schrieb, woran B. glaubte]. – L. A. Frankl’s Sonntagsblätter (Wien 1843) II. Jahrg. Nr. 51: „Ein Brief Beethovens.“ Beethoven als Dichter, als Kritiker. – Ebenda 1845, S. 816: „Unerklärtes aus Beethovens Leben“ von Alois Fuchs.
IV. Briefe und andere hie und da zerstreute Reliquien des Meisters: Illustr. Theaterzeit., herausgeg. von Ad. Bäuerle (Wien 1845) XXXVIII. Jahrg. Nr. 191: „Brief B.’s an Bettina von Arnim.“ – Ebenda (Wien 1838) XXXI. Jahrg. Nr. 76, 77: „Ein Brief B.’s an Wegeler.“ – L. A. Frankls Sonntagsblätter (Wien 1843) II. Jahrg. Nr. 51: „Ein Brief Beethovens.“ – Beilage zu den Sonntagsblättern 1846, Nr. 52: „Ein bisher noch ungedruckter Brief B.’s“ [den Sohn des Dichters Stoll betreffend]. – Beilage zu den Sonntagsblättern 1845, Nr. 52: „Ein Brief von Beethoven“ [an den Kammerprocurator v. Varenna in Graz, dessen Erben die etwa 20 Briefe starke Correspondenz mit B. im J. 1845 durch die Musikalienhandlung Mechetti et C. in Wien zum Kaufe anboten.] – Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur u. Mode 1825, Nr. 28: „Ein Warnbrief B.’s, eine bei Trautwein in Berlin erschienene Ausgabe seiner Festouverture betreffend.“ – Freischütz (Hamburg 1837) Sp. 601. „Eine kostbare musikalische Reliquie“ [betrifft eine von B. gegen Ende 1814 verfaßte Cantate „Der glorreiche Augenblick,“ deren neue Dichtung auch einen neuen Titel „Der Preis der Tonkunst“ erhielt.] – Beilage zu Nr. 69 des Adlers (Wien 1838): „Ein Brief B.’s“ ddo. Wien 25. Februar 1800. – Gazetta musicale (Milano 1854): „Lettera finora inedita di L. van Beethoven: Al signor Carlo Amenda a Wirben in Curlandia,“ [worin B. seinen Freund unter Anderm bittet, den Umstand seiner Taubheit als ein tiefes Geheimniß zu bewahren]. – Jahreszeiten (Hamburg 1851) Nr. 3 vom 15. Jänner: „Eine Reliquie von Beethoven,“ enthaltend einen Brief B.’s an Anna Milder-Hauptmann mit einem Schluß in Noten. – Signale für die musikalische Welt (Leipzig 1852) X. Jahrg. Nr. 5: „Zwei Briefe B.’s.“ – Ebenda 1853, XI. Jahrg. Nr. 18: „Ein Brief B.’s an Georg Naegeli in Zürich, ddo. Baden 9. Sept. 1824.“ – Eine größere Anzahl von Briefen interessanten Inhalts und bisher zu keiner Biographie B.’s benützt, die meisten an seinen Gönner Lichnowsky gerichtet, befanden sich vor Kurzem oder befinden sich noch im Besitze der Frau Josephine von Frank, gebornen Gräfin Lichnowsky, einer Nichte dieses Mäcens des großen Tonkünstlers.
V. Beethovens letzte Lebensepoche, Testament, Begräbniß etc. betreffend: Wiener Zeitschrift für Kunst, Liter., Theater u. Mode, herausgeg. von Friedr. Witthauer (Wien 1842) Nr. 86: „Aerztlicher Rückblick auf L. van Beethovens letzte Lebensepoche“ von weil. Andr. Wawruch. – Die Entgegnung darauf von A. Schindler im Frankfurter Conversationsblatt 1842, Nr. 192: „Beethoven und seine letzten Aerzte.“ – Petit Courier de dames (Paris, die Nummer der Modebeilagen 2604 und 2605): „Les derniers moments de Beethoven“ par Sofie Conrad. – Allgemeine musikalische Zeitung von Clementi 1827 Nr. 42: „Den Freunden B.’s“ (Ein Abdruck seines Testamentes ddo. Heiligenstadt am 6. October 1802). – L. A. Frankls Sonntagsblätter 1847, S. 114: „Beethovens Sterbetag.“ – Allgem. Theaterzeitung (Wien 1827) XX. Jahrg. Nr. 133: „Aus Beethovens Testament, als Beitrag zu seiner Biographie.“ – Ebenda (Wien 1827) XX Jahrg. Nr. 44: „Beethovens Leichenbegängniß“ von H. Börnstein. – Trauerklänge bei B.’s Grabe. Vierstimmiger Männerchor nach einer Original-Melodie des Verewigten; die Worte von Franz Grillparzer (Wien bei Tobias Haslinger); als Beilage zum allg. musikalischen Anzeiger Nr. 12. – Trauergesang bei Beethovens Leichenbegängniß in Wien, den 29. März 1827. Vierstimmiger Männerchor mit willkürlicher Begleitung von vier Posaunen oder des Pianoforte. Aus Beethovens Manuscripte zu obigem Gebrauche mit Text eingerichtet von Ignaz Ritter von Seyfried (Wien bei Haslinger, 1827). [Auf dem Umschlage befindet sich eine Beschreibung der Leichenfeier.) – Nachruf an Beethoven, in Accorden am Pianoforte von Anselm Hüttenbrenner (Wien bei Haslinger). – [Ersteres schrieb B. 1812 einem Freunde in Linz, um es jährlich am Allerseelentage blasen zu lassen. Letzteres ist ein mäßig langes treffliches Adagio von feierlich-innigem Ausdrucks.] – Hammonia (Hamburg, 4°.) 1827 Nr. 47: „Beethovens Todtenfeier.“ – Wiener Bote. Beilage zu den Sonntagsblättern von L. A. Frankl. 1847, Nr. 33: „Hähnel und das Grab B.’s.“ – Die bei Schlesinger in Berlin erscheinende Zeitung 1827, S. 487, 491: „Wiens Feier des [229] Todes Beethovens,“ wo die von Grillparzer verfaßte und von Anschütz gesprochene Leichenrede mitgetheilt ist.
VI. Gedichte an Beethoven: Allgem. musikalische Zeitung v. Clementi 1827, Nr. 28: „Gedicht“ von J. G. Seidl. – Abendzeitung (Dresden u. Leipzig 1827, 4°.) Nr. 122: „Nachruf an Beethoven“ von Max Löwenthal. – Ebenda Nr. 169: „Zu B.’s Gedächtniß“ von Heinrich Stieglitz. – Wiener Zeitschrift, herausgeg. von Witthauer: „Zur Geburtstagfeier Ludwig van B.“ von Friederike Susan. – Dieselbe 1840, S. 11: „Beethovens Büste. An Gustav Frank“ von Nikolaus Lenau. – Der Sammler (Wien 1841) XXXIII. Jahrg. Nr. 52: „Beethovens Geist“ von Franz von Braunau. – Abendzeitung (Dresden und Leipz., 4°.) 1842, Nr. 3: „Beethoven“ von Braun v. Braunthal. – L. A. Frankls Sonntagsblätter 1842, Nr. 52: „Beethoven und Virtuosen“ (Beethoven unter den Bauern). – Beilage zu den Sonntagsblättern 1845, Nr. 15: „Beethoven in Fesseln. Nach Anhörung der Messe in D.“ Von L. A. Frankl. – Der Humorist von M. G. Saphir (Wien 1846) X. Jahrg. Nr. 81: „Beethovens Grab. Ein Frühlings-Seelenfest“ von M. G. Saphir (gespr. von Frau Rettich). – Krippen-Kalender (Wien 1846, Prandel): „Beethoven und Goethe“ von L. A. Frankl. – Wiener Zeitschrift, herausgegeben von Witthauer: „Beethoven“ von Otto Prechtler. – Buch der Welt (Stuttgart, 4°.) 1845, S. 29: „B.’s Todtenfeier“ von Zedlitz. – Gedicht von Kanne (Wien 1827, Tendler und Monstein). – Lied von Castelli für eine Singstimme mit Pianobegleitung, in Musik gesetzt von Joseph Drechsler[WS 2] (Wien 1827, Diabelli).
VII. Zur Kritik und zum Verständniß von B.’s Werken: Hermione (Hamm) 1827, Nr. 21: „Beitrag zur Würdigung B.’s“ von Palatinus. – Presse (Wien, Fol.) 1849, Nr. 87: „Fidelio von B.“ von Kurt. – Gesellschafter (Berlin, 4°.) 1842, S. 483, 487 u. 492: „B.’s Fidelio“ nach einem Aufsatze der Revue de deux mondes dess. I. von H. W., übersetzt von Emilie Wille. [Derselbe auch im Frankfurter Conversationsblatte 1842, Nr. 172, 173, 174.] – Frankfurter Conversationsblatt 1853, S. 283: „Beethovens Fidelio.“ – Grenzboten 1853: „Beethovens Fidelio.“ – Flora. Ein Unterhaltungsblatt (München, 4°.) 1827, Nr. 156 u. 157: „Ein Paar Worte über Fidelio.“ – Dieselbe 1825, S. 619: „B.’s Symphonie in A-dur.“ – Salon, herausg. v. Hickel (Prag, 4°.) 1853, Nr. 98: „Eine Ergänzung des Fidelio von B.;“ auch in der Allgem. Theater-Chronik (Leipzig 1853) 22. Jhrg. Nr. 40–42. – Aachener Zeitung 1856, Nr. 38: „Mondscheinsonate.“ – Allgem. Theaterzeitung 1845, vom 7. April: „Beethovens große Messe in D,“ von Heinrich Adami. – Blätter für Musik, Theater und Kunst, herausgeg. von L. A. Zellner (Wien 1855) I. Jahrg. Nr. 85: „Original Irish Songs.“. – Dieselben Nr. 87: „Eine Studie über Beethoven.“ – Cäcilie, herausg. von G. Weeber. VIII. Bd. S. 231 u. f.; XI. Bd. S. 45 u. f. u. S. 230. – Allg. musik. Ztg. 1843, Nr. 23–26. – Salon, herausg. von Hickel (Prag, 4°.) 4. April 1853: „Ein Wort zum Verständniß der neunten Symphonie von Flamin“ (pseud. für Ambros). – „Zerstreute Gedanken, Blätter über Kunst“ von C. Köster (Mannheim Götz), darin befindet sich in dem Aufsatze des Dr. Brugger „Urbild der deutschen Reinsprache“ über den Text zur Composition B.’s „der Wachtelschlag.“ – Hermione (Hamm 1827) S. 397: „Beethovensche Messe“ von Palatinus. – Brendel (Fr.), Geschichte der Musik in Italien, Deutschland u. Frankreich von der ersten christlichen Zeit bis auf die Gegenwart (Leipzig 1852, Bruno Hinze): „Beethoven und Mozart. Eine Parallele.“ – Allgemeine Wiener Musikzeitung, herausgeg. von Aug. Schmidt 1841, Nr. 123; „Seyfried über Beethoven.“
VIII. Beethovens Erinnerungsfeier; Standbild Enthüllung u. s. w.: Sonntagsblätter (Wien 1845) IV. Jahrg. Nr. 32: „Beethoven“ und ebendas. S. 791: „Sein Grab“ (die Herstellung seines Grabmals betreffend). – Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur, Theater und Mode, herausg. von Ritter von Franck 1845, Nr. 160: „B. bei Gelegenheit der Enthüllung seines Standbildes zu Bonn 1845“ (daselbst als außerordentliche Beilage: Denkblatt des Beethoven-Festes zu Bonn). – Frankfurter Conversationsblatt 1855, Nr. 78, S. 311: „Prolog zu B.’s Gedächtnißfeier in München am 26. März 1855“ von Fr. Dingelstedt; derselbe auch in der Lesehalle des Wiener Modespiegels Apr. 1855. – The Illustrated London News vom 16. Aug. 1845 bringt folgende Illustr. zum Beethoven-Feste: Sein Bild mit Facsimile (von Smyth). – The inauguration of the Statue of Beethoven, at Bonn; – Birthplace of Beethoven, at Bonn; – Statue of Beethoven mit den Abbildungen der 4 Seiten des Piedestals: Symphony – Sacred Music – Tragic Music – Fantasia. – Am 10., 11. u. 12. Aug. 1845 fand in Gegenwart Ihrer Maj. des Königs von Preußen und der Königin von England die feierliche Enthüllung der Statue B.’s Statt. Das Standbild ist das Werk des Bildhauers Hähnel in Dresden nach Dietrichs Todtenmaske und kam durch des genialen Franz Lißt [230] Entschluß, der die nöthigen Summen garantirte, zu Stande. – Blätter für Musik, Theater und Kunst, herausgegeben von L. A. Zellner (Wien 1855, 4°.) S. 44: „Ueber das für Boston bestimmte Denkmal B.’s.“ Dasselbe ist von dem Amerikaner Crawford, der die colossale Reiterstatue Washingtons für das große Washington-Denkmal gearbeitet, in der Münchner Erzgießerei gegossen. Beethoven hält auf demselben in den übereinander gelegten Händen Griffel und Notenheft, auf dem man den Satz liest: „Freude, schöner Götterfunken.“ Im J. 1855 schon vollendet, war es zur Beethoven-Feier in München am 26. März (Beethovens Sterbetag) in der Mitte des Saales aufgestellt und diente Dingelstedts eben erwähntem Prologe zum Anknüpfungspuncte. – Ebenda Jahrg. 1856, Nr. 26: „Die Beethoven-Feier in Boston.“
IX. Porträte, Büsten, Medaillen, Todtenmaske und Facsimile: Die besten Bilder sind: Lithogr. Porträt von Kriehuber (Wien 1828, gedr. bei Joseph Häußle, in 4°.); auch bei Schlossers Biographie mit falscher Geburtsangabe; es ist nach der getroffensten Büste der zwei, von dem Bildhauer Anton Dietrich nach dem Leben gemeißelten, copirt. – Porträt: Unterschrift: Facsimile des Tauf- u. Zunamens; dann folgt: „Sr. kais. kön. Hoheit und Eminenz dem durchl. hochwürd. Herrn Erzh. Rudolph etc. etc. in tiefster Ehrf. gewidmet von dem Verleger“ (Decker del. Steinmüller sc., Artaria u. Comp., kl. Fol. – Ein anderes: Unterschrift: Facsimile des Tauf- und Zunamens (Kriehuber lith., gedruckt bei Leykam und Comp., Wien, Tobias Haslinger, Fol.). – Porträt, gestochen von Karl Mayer in Nürnberg, auch im Jahrgange 1852 der vortrefflichen periodischen Schrift „Das Buch der Welt“ (Stuttgart, 4°.) – Louis van Beethoven. A. St. Aulaire del.; lith. de Langlumé. – Ludwig van Beethoven. L. Letrone del. Rollinger sc. (Zwickau bei Gebrüder Schumann). – Payne’s Universum (Leipzig und London 1845, Qu.-4°.) IV. Bd. zu S. 63. Das Bild gezeichnet von Storck, A. H. Payne sc.; schönes Bild; B. hält Stift in einer, Missa solemnis in der andern Hand und steht nachdenkend unter einem schattigen Laubengange. – Büste. Unterschrift: „Beethoven, geb. den 16. Dec. 1770 (irrig) zu Bonn, gest. den 26. März 1827 zu Wien“ (Wien bei Haslinger, lith. bei Jos. Trentsensky). – In der Musikzeitung 1845 gibt Alois Fuchs eine interessante Zusammenstellung aller bis 1845 erschienenen Porträte B.’s, der zu Folge er in 42 Abbildungen durch Kupferstich u. Lithographie, in 4 Medaillen und acht Büsten und Statuetten existirt, wozu noch die neueste, meisterhaft gearbeitete von Hirschhäuter zu zählen ist. Leider geben wenige derselben die höchst charakteristische Gesichtsbildung B.’s dem Geiste und der äußeren Form nach vollkommen wieder, woran, nach Versicherung der Männer vom Fache, die etwas unstäte und immer bewegte Haltung B.’s Schuld gewesen sein soll (Frankls Sonntagsblätter 1845, S. 792). – Bei Spina in Wien erschien 1855 eine Lithographie, den Lieblingsplatz des Meisters, wo er seine „Pastoral-Symphonie“ entworfen haben soll, vorstellend. Es sind die bekannten drei Bäume, die sich auf einer Wiese zwischen Nußdorf und Heiligenstadt (bei Wien) am Ufer eines Waldbaches befinden. Ein 70jähr. Bauer, Eigenthümer des Grundstückes, zeigte die auf dem Bilde mit einem Lorbeerkranze bezeichnete Stelle, auf der nach seinem Ausdrucke auf die Frage, ob er Beethoven gekannt: „der kraupete Musikant“ gelegen (Blätter für Musik, Theater und Kunst, herausgeg. von L. A. Zellner, 1855, Nr. 89, S. 355). – Die „Zur Erinnerung an die Enthüllungsfeier seines Denkmals am 12. August 1845, Bonn“ geprägte Medaille – auf der Vorderseite B.’s Porträt – ist das unähnliche Machwerk eines talentlosen Stümpers (Frankls Sonntagsblätter 1845, Beilage Nr. 35). – Die Todtenmaske B.’s nahmen Dannhauser und Ranftl ab und nach dieser vollendete der Bildhauer Dietrich die einzig echte Büste; aber nach dem Gusse der dreizehnten sprang die Form (Wiener Bote, Beilage zu den Sonntagsblättern 1837, Nr. 29: „Dreizehn Büsten B.’s“ von L. Norbert). – Seines Grabsteins Abbildung: Beilage zum allgemeinen musikalischen Anzeiger 1827, Nr. 12. – Beethovens Grabdenkmal auf dem Währinger Friedhofe bei Wien ist ein einfacher Granit; unten steht mit großen goldenen Buchstaben: Beethoven, darüber eine goldene Leier. Ueber ihr eine Schlange, die sich zum Ringe um den Schmetterling krümmt. Unweit dieses Grabes befinden sich noch zwei denkwürdige Ruhestätten: die von Goethe’s Enkelkind, der 17jährigen Alma Goethe und des Liedergenius Franz Schubert. Dem Grabe Beethovens gegenüber liegen: Ignaz Ritter v. Seyfried und daneben der berühmte Violinvirtuose Clement. – Ueber B.’s Violine siehe: Frankls Sonntagsbl. 1846. – Beethovens erstes gedrucktes Werk erschien 1783 zu Speier in Rath Boßlers Verlage unter dem Titel: „Drei Sonaten für’s Clavier, dem Hochwürdigsten Erzbischofe und Kurfürsten zu Köln Maximilian Friedrich, [231] meinem gnädigsten Herrn gewidmet und verfertigt von Ludwig van B., alt eilf Jahr.“ Dem Tonstücke voran steht eine Dedication. – Facsimilia seiner Schrift befinden sich in den „Biographischen Notizen“ über ihn, von Wegeler und Ries, welche auch eine jugendliche Silhouette B.’s enthalten und in Schlossers Biographie. Letztere enthält einen Brief an den Abbé Stadler de dato 6. Febr. 1826 und Beethoven spricht darin seine Achtung für Mozart und Stadler und das Urtheil über Weber aus. – Zur Todesfeier B.’s prägte Joseph Kern eine sehr schöne Medaille in Silber.
X. Ueber die über Beethoven erschienenen Biographien: Vergleiche: Blätter für literarische Unterhaltung 1838, S. 67. – Dieselben 1840, Nr. 319 und die Entgegnung Schindlers darauf, ebenda S. 1480. – Allgemeine Zeitung 1840, Beilage zu Nr. 212. – Das Werk: The life of Beethoven; including his correspondence with his friends ec. Edited by Ign. Moscheles (London 1841. 2 vol.) ist dem Hauptinhalte nach nur eine Uebersetzung des Schindler’schen Werkes, worin die Notizen von Wegeler und Ries benützt und B.’s Briefwechsel mit Frau Bettina von Arnim enthalten ist.
XI. Beethoven als Novellenstoff und dergl.: Hamburger Nachrichten 1853: „Ein deutscher Künstler“ von Max Ring. Dasselbe in den Erinnerungen (Prag 1855) S. 29 unter dem Titel: „B.’s Liebe.“ – Gazetta musicale (Milano, 4°.) Anno IX. Nr. 46, 47: „Una suonata di B.“ di Achille Montignani. – Frankfurter Conversationsblatt 1839, Nr. 338, 339, 340: „Beethoven oder die Leiden eines Apothekers“ (aus dem Precurseur von Henry Berthoud). – Oettingers Argus (Hamburg 1838) II. Jahrg. Nr. 332, 333: „B. und sein letztes Quartett. Ein musikal. Phantasiestück.“ – Banater Telegraph, herausgeg. von Jos. Beichel (Temesvár 1851) Nr. 25: „Beethoven und die Catalani“ von Fb. Ll. – Derselbe Aufsatz wörtlich von Steinebach im Taschenb. Iduna 1855 (Wien 16°.) S. 49. – Abendzeitung (Dresd. u. Leipz., 4°.) 1841, Nr. 181 u. f.: „Zwei Epochen aus dem Leben eines deutschen Musikers.“ – Bohemia, ein Unterhaltungsbl. (Prag 1840, 4°.) Nr. 151: „Eine Pilgerfahrt. Episode aus dem Leben eines Künstlers.“ – Frankfurter Conversationsblatt 1837, Nr. 2: „Ein Mittagmahl bei Beethoven. Eine phantastische Erzählung nach Jules Janin“ von I. F. Castelli. – Magazin für die Literatur des Auslandes 1850, Nr. 150 u. folg.: „Eine Sonate von Beethoven.“ – L’Italia musicale (Milano 1855, Fr. Lucca) Anno VII. Nr. 16, 17, 26: „La visione di Beethoven.“
Anhang. In der ungarischen Literatur hat das Meiste über B. in verschiedenen ungarischen Zeitschriften der Akademiker Samuel Brassai, der Beethoven zu einem eigenen Studium gemacht, geschrieben.

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Beethoven, Ludwig van [Bd. I, S. 224].
    Thayer (Alexander Wheelock), Ludwig van Beethoven’s Leben. Nach dem Original-Manuscript deutsch bearbeitet (von H. Deiters[WS 1] in Bonn) (Berlin 1866, Ferdinand Schneider, XXIV, 3 u. 384 S. gr. 8°.). [Das in englischer Sprache verfaßte Original ist noch nicht im Drucke erschienen. Thayer’s Werk wird – nach Anlage des 1. Bandes zu urtheilen – über Beethoven das sein, was Jahn’s Werk über Mozart. Das ist das Beste und Kürzeste, was sich über diese Musterarbeit sagen läßt.] – Jahresbericht des Konservatoriums der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Schuljahr 1869–1870 (Wien 1870, Wallishausser, gr. 8°.) S. l–22: Beethoven [interessante Einzelnheiten zu einer Beethoven-Biographie]. – Pohl (C. F.), Die Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates und ihr Conservatorium. Auf Grundlage der Gesellschafts-Acten bearbeitet (Wien 1871, W. Braumüller, gr. 8°.) S. 9, 13, 14, 17, 57 [Einzelnheiten über Beethoven]. – Gartenlaube (Leipzig, bei Ernst Keil, gr. 4°.) Jahrg. 1868, S. 601: „Fidelio. Nach persönlichen Mittheilungen des Herrn Prof. Joseph Röckel von Rudolph Bunge“. – Leipziger Zeitung. Wissenschaftliche Beilage (4°.) 1865, Nr. 101 u. f.: „Die biographischen Materialien aus dem 18. und 19. Jahrhundert“, von Otto Banck [vornehmlich über Beethoven, anläßlich der von Nohl herausgegebenen Briefe Mozart’s und Beethoven’s). – Allgemeine Volks-Zeitung (Wien, Fol.) 1870, Nr. 126, im Feuilleton: „Beethoven und das Kind“. – Illustrirte Zeitung (Leipzig, J. J. Weber, Fol.) Nr. 1381, 18. December 1869, S. 504: „Ein neuer Klavier-Auszug von Beethoven’s „Fidelio“; – dieselbe, Nr. 1171, [478] 9. December 1865, S. 420: „Beethoven’s Werke“. Vollständige, überall berechtigte Ausgabe in Partitur und in Stimmen. Ausführliche Uebersicht – Neue freie Presse 1868, Nr. 1418, im Feuilleton: „Beethoven als Concertgeber“, von Ed(uard) H(anslick); – 1870, Nr. 2155, im Feuilleton: „Beethoven, Goethe und Michel Angelo“. Von A. W. Ambros; – Westermann’s Monatshefte 1869, Juli-Heft. – Tagespost (Gratzer polit. Blatt) 1868, Nr. 244, im Feuilleton: „Anselm Hüttenbrenner über Beethoven’s letzte Lebensstunde“. – Linzer Zeitung 1870, Nr. 112 u. f.: „Die Beethoven-Gedenktafel am Vielguth-Hause“. – Fremden-Blatt. Von Gust. Heine (Wien, 4°.) 1870, Nr. 172, I. Beilage: „Beethoven’s zerrissener Schuh“. – Oesterreichische Gartenlaube (Gratz, 4°.) III. Bd. (1868), S. 404: „Beethoven in Oberösterreich“. – Unterhaltungs-Blätter zur Bürger- und Volks-Zeitung (Bruneck in Tirol, gr. 8°.) 18. Jahrgang (1868), Nr. 33: „Beethoven und die Catalani“. – Znaimer Botschafter (polit. Blatt) 1868, Nr. 34, im Feuilleton: „Ein Moment aus dem Leben Beethoven’s“ von B. U. B. – Breslauer Zeitung 1865, Nr. 583, im Feuilleton: „Beethoven in der Küche“ [aus dem „Bazar“]. – Wanderer (Wiener polit. Blatt) 1868, Nr. 293, im Feuilleton: „Beethoven auf Schloß Grätz“, von Max Ring [auch in „Illustr. Familienbuch des österr. Lloyd“, Neue Folge, I. Bd. (1861), S. 311]. – Die illustrirte Welt (Stuttgart, Hallberger, 4°.) XIX. Jahrgang (1871), S. 39 u. f.: „Ein Künstlerherz“ [behandelt Beethoven’s Liebe zur Gräfin Giuletta Guicciardi und gibt dann eine ausführliche Lebensskizze B.’s]. – Ueber Land und Meer (Stuttgart, Hallberger, Fol.) Bd. 24 (1870), Nr. 41: „B. im Beethovenfest in Weimar“. – Die Neue freie Presse 1870, Nr. 2057, bringt Nachrichten über Beethoven’s Verwandtschaft, ebenso das Fremden-Blatt von Gustav Ritter von Heine, 1870, Nr. 139; dasselbe gibt auch 1869, Nr. 133, Mittheilung über einen in Haslinger’s Nachlaß gefundenen colorirten Kupferstich, von Fr. Jügel, nach einer Zeichnung von Buchhorn, der nie in den Handel gekommen. B. ist da in ganzer Figur dargestellt. – Beethoven-Säcularfest in Wien. Den Aufruf zur Feier enthalten die Zellner’schen „Blätter für Musik, Theater u. s. w.,“ 1870, Nr. 36. [Bd. 22, S. 477 f.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: G. Deiters.
  2. Vorlage: Johann Drechsler.