Kategorie:Codex Manesse

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Der Codex Manesse[WS 1] wird auch Große Heidelberger Liederhandschrift (auch Manessische Liederhandschrift oder Manessische Handschrift bzw. Pariser Handschrift) genannt; oft blos auch als Handschrift C, in der Universitätsbibliothek Heidelberg jedoch als Cod. Pal. germ. 848 (cpg 848). Entstehungszeit um liegt um 1300 und darüber hinaus.

Textkritische Anmerkungen[Bearbeiten]

Gegenüber der Vorlage wurden die Reimzeilen abgesetzt und die Refrains ergänzt.

Die einzelnen Lieder wurden nach Friedrich Heinrich von der Hagen (Hrsg.): Minnesinger. Deutsche Liederdichter des zwölften, dreizehnten und vierzehnten Jahrhunderts. Theil 1. Manessische Sammlung aus der Pariser Urschrift. Barth, Leipzig 1838 (Digitalisat) eingeteilt. Wenn diese Lieder in Des Minnesangs Frühling anders eingeteilt werden, ergibt jede Strophe ein eigenes Lemma.

Hugo Moser und Helmut Tervooren: Des Minnesangs Frühling, I. Texte, 38. Auflage, Hirzel, Stuttgart, 1988, teilt manche Lieder anders ein, bringt aber nicht alle Minnesänger aus dem Codex Manesse. Diese zusammenhängenden Strophen werden auf den entsprechenden Diskussionsseiten vermerkt.

Bei Reinmar von Zweter wurde vor allem Gustav Roethe „Die Gedichte Reinmars von Zweter“. Leipzig 1887 Internet Archive = Google-USA* verwendet.

Das Digitalisat der Uni Heidelberg wird im Internet Explorer nicht korrekt angezeigt. Internet Explorer und Microsoft Edge zeigen viele Sonderzeichen nicht korrekt an.

vn̄ (un̄) wird hier durchgehend als „vnd (und)“ transkribiert. LDM transkribiert dies als „und“ bzw. „unde“.

Schreib- und Leseweisen[Bearbeiten]

In dieser Handschrift unterscheidet sich die Schreibweise häufigst von der heutigen. Doppelbuchstaben werden heute manchmal nur mit einem Letter geschrieben, und manchmal einzelne Lettern heute doppelt. Die Rechtschreibung, wie es sie heute gibt, gab es ja damals noch nicht.

Einzelne Schreiber schreiben identische Wörter nicht immer gleich. Das läßt auch vermuten, dass sie diese Schreibweise nicht immer selbst gewählt haben, sondern oft abgeschrieben. Am Zeilenende werden häufig Abbreviaturen geschrieben, vor allem um Platz zu sparen.

Einzelne Buchstaben werden oft am Zeilenende auch hochgestellt, um Platz zu sparen. Korrekturen werden auch hochgestellt, wenn Platz ist, auch über der Zeile. Auch Korrekturen außerhalb des Satzspiegels neben der Zeile kommen vor. Die Silbentrennung in der Zeile und am Zeilenende wird manchmal angezeigt.

  • „c“ kann auch als „k“ bzw. „k“ kann auch als „c“ gelesen werden
  • „ê“ kann auch als „æ“bzw. „e“ kann auch als „æ“ gelesen werden
  • „j“ kann auch als „i“ bzw. „i“ kann auch als „j“ gelesen werden
  • „n“ und dessen Variationen kann man auch als „m“ lesen
  • „v“ und dessen Variationen kann man auch als „u“ bzw. „vv“ als „w“ lesen
  • „w“ vor einem Mitlaut kann auch als „wi“ bzw. (meist) als „wu“ gelesen werden
  • +, †, ʘ, ·✠·, ✠, ¶ (Paragraphus), ⊕, ∧, ^, //, No. auch Noa. kommen vor
  • | (pipe) als Worttrennungshinweis
  • text ”text” als Umstellungshinweis
  • ih̾c, iħc, ih̓s für Jesus
  • xp̄s für Christus
  • Ioh̓s für Johannes
  • b̃ für bur, r̃ für rich
  • ꝯ (ꝸ) für con
  • ꝰ für us, um, un
  • m̄ für men
  • ꝑ für par, per, por
  • p̄ für pre
  • ꝓ für pro
  • q̋ für qua
  • q̓ für quae
  • q̇ für que
  • b̋ p̋ für brach bzw. prach
  • ċ für ?
  • Lettern mit Punkt unten bzw. gestrichen (bzw. mit Punkt unten und gestrichen) für Streichungen
  • b́, h́, ṕ, t́ für bri, hri, pri, tri
  • iͤ, oͤ, uͤ, vͤ, wͤ für ie, oe, ue, ve, we
  • ú, v́, ẃ, Ý, ý für iu, iv, iw, IY, iy
  • ẃ für wi
  • ẘ bzw. wů für wuo
  • ¯ als Abbreviatur für mm bzw. nn
  • ēr̄ für ern
  • ⁊c̾· für et cetera (Refrain)
  • ˢ als Abbreviatur für er (b̾d̾fˢg̾h̾k̾l̾m̾n̾r̾ſˢs̾t̾u̾v̾V̾w̾z̾Dˢ Hˢ)
  • auch â, ê, î, ô, û, v̂, ŵ, ě, ǔ; ꝛ (r), ſ (s); ·, . kommen vor
  • hc̄ q̓dā deperdita (hic quaedam deperdita) (Goldast): [Hier fehlen 1 oder mehrere Blätter]

Notæ latinæ[Bearbeiten]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Codex Manesse (Wikipedia).

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