BLKÖ:Stöber, Franz

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Stöber, Joseph
Band: 39 (1879), ab Seite: 75. (Quelle)
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Stöber, Franz (Kupferstecher, geb. zu Wien 20. Februar 1795, gest. ebenda 11. April 1858). Sein Vater Joseph [s. d. S. 85] war selbst ein geschickter Kupferstecher, der jedoch von seinem genialen Sohne Franz weit überholt wurde. Frühzeitig entwickelte sich in S. die Anlage zur Kunst, spielend zeichnete er als Knabe und machte wohl auch Versuche im Kupferstechen, wozu es ihm im Hause des Vaters an Gelegenheit nicht fehlte. Mit 13 Jahren hatte er den ersten Kupferstich ausgeführt. Nachdem er die Normalclassen besucht, erhielt er regelmäßigen Unterricht im Zeichnen, zuvörderst vom Vater selbst, dann aber in der Akademie der bildenden Künste, wo er die unter Professor Hubert Maurer’s [Band XVII, S. 140] Leitung stehende Copir-Zeichnungsschule zwei Jahre besuchte. Aus derselben trat er nun zum Antiken- und Modellzeichnen über, während er sich im väterlichen Hause im Kupferstechern übte. Im Anbeginn ließ ihn der Vater Vignetten von Clemens Kohl [Band XII, Seite 288], einem Kupferstecher von nicht gewöhnlicher Bedeutung, copiren, später zog er ihn zu seinen eigenen Arbeiten heran, wie er es in der Regel mit seinen begabteren Schülern zu thun pflegte. In der Schule wie im Hause zeigte sich das Talent [76] des Jungen, in der Akademie er hielt er schon im zweiten Jahre seines Besuches den ersten Preis für das Actzeichnen in der Copirschule; bald darauf zweimal den zweiten Preis für eine Actzeichnung nach der Antike und zuletzt für eine Modellzeichnung nach der Natur die Sonnenfels’sche Aufmunterungs-Medaille. So vorgebildet, begann er allmälig mit eigenen Arbeiten aufzutreten, unter denen die mythologischen Blätter zu dem bei Gräffer und Härter in Wien im Jahre 1815 erschienenen „Mythos alter Dichter“ zunächst die Aufmerksamkeit auf den jungen – damals zwanzigjährigen – Kupferstecher lenkten. Diese mythologischen Blätter waren – 60 an der Zahl – nach Zeichnungen von Joh. Ender, Loder, Redl, Ruß und Schedy, mit einer Kraft und einem Schwunge des Griffels ausgeführt, die man vereint an Grabstichelblättern zu finden nicht gewohnt war. Wohl leisteten John und Weiß Schönes in ihrer Art, aber es war doch immer weichlich anzusehen, wenn man es einem Stöber’schen Blatte entgegenhielt. Die Blätter Europa, Marsyas, Psyche erstes und zweites Blatt, Bellerophon, Phaeton, Kallisto, Ikarus, Latona, Kadmus, Prometheus sind unvergleichlich schön, und das Werk fand eine ungemein beifällige Aufnahme. Kein Wunder auch, daß nun Buchhändler und Verleger eine solche Kraft für ihre Verlagswerke zu gewinnen suchten, und nur besonders glücklichen Umständen ist es zu verdanken, daß sich ein Talent wie das S.’s im Kampfe ums Dasein nicht mit Vignetten und Almanachbilderchen – deren er übrigens genug, freilich auch in seiner Art, ausführte – verzettelte, sondern noch Muße fand zu großen Werken, die seinem Namen in der Geschichte der österreichischen Kupferstecherkunst eine Ehrenstelle sichern. Stöber war es auch, welcher der Erste in Oesterreich es versuchte, statt auf Kupfer- auf Stahlplatten zu stechen, worauf er auch ein Privilegium nahm. Er erhielt dasselbe am 14. März 1829 auf fünf Jahre, und zwar auf seine Erfindung, auf Stahlplatten in allen Manieren zu arbeiten und dadurch eine weit größere Anzahl guter Abdrücke, als dies bisher mit Kupferplatten der Fall war, zu gewinnen; ferner diese Stahlplatten selbst mehr oder weniger weich zum Gebrauche für Kupferstecher zu erzeugen, endlich die Stahlplatten unmittelbar nach dem Stiche, für den Fall, daß mehr als 20.000 Abdrücke gemacht werden sollten, dergestalt zu härten, daß sie nicht nur für die Kupferdruckpresse, sondern auch dazu geeignet werden, durch Walzwerke in weichere Metalle eingedruckt zu werden. Solche Platten, gravirt oder geätzt, zeigten sich so dauerhaft, daß sie im ungehärteten Zustande selbst nach 17.000 Abdrücken noch nicht das Geringste an der Schärfe der Zeichnung litten, während an Kupferplatten, nach 1200 Abdrücken schon die Umrisse sich abgerundet zeigen. Stöber legte aber im Jahre 1829 – um diese Erfindung möglichst gemeinnützig zu machen, was ihm auch gelang, da seitdem nur Stahl- und nicht Kupferstiche gearbeitet wurden – sein Privilegium freiwillig zurück. Wenige Monate später, am 7. Mai 1829, nahm Stöber ein zweites fünfjähriges Privilegium auf die Erfindung einer Methode, im Farbenplattendruck mehrere, in verschiedenen Manieren gearbeitete Kupfer- oder Stahlplatten mit verschiedenen Farben mittels einer Vorrichtung in der gewöhnlichen Kupferdruckpresse ohne Zeitverlust so genau [77] auf ein und dasselbe Papier abzudrucken, daß selbe einen vollkommen illuminirten Kupferstich, ja selbst ein Wasser- oder Oelgemälde geben. Die von Stöber in dieser Richtung gelieferten Proben übertrafen sowohl die nordamerikanischen sowie die englischen, die z. B. seiner Zeit im Almanach Forget me not so beliebt waren. Sämmtliche zum Stahlstich gehörigen Platten sammt Bearbeitung in mehreren Manieren überreichte Stöber im genannten Jahre dem technischen Cabinete, welches der damalige jüngere König von Ungarn, nachmalige Kaiser Ferdinand I. hatte einrichten lassen, und das seinerzeit seiner Vollständigkeit und Anwendung wegen von Fachmännern als Mustersammlung anerkannt war. Indessen blieb Stöber immer noch mit kleineren Arbeiten, als Vignetten und Almanachbildern, beschäftigt und in der That, in den Jahres-Ausstellungen der k. k. Akademie der bildenden Künste bei Sanct Anna in Wien, in denen er im Jahre 1816 auszustellen begann und damit bis 1850 fortsetzte, sah man von 1816 ab bis 1828 meist nur kleine Blättchen, Landschaften, Bildnisse, ideale Figuren u. d. m. von seiner Hand, bis seine größeren Werke, zwei Porträte, das des Infanten Don Miguel und der Erzherzogin Henriette mit ihrer Tochter Marie, ihn auch als Meister seines Faches in größeren Formaten zeigten. Bald darauf (1832) ließ der Wiener (erste) Kunstverein, welcher seinen Mitgliedern für die nicht gezogenen Loosnummern eine Entschädigung bieten wollte, eigens zu diesem Zwecke werthvolle Kupferstiche anfertigen. Mit dem Bilde von Waldmüller, gestochen von C. Rahl[WS 1], eröffnete er 1832 seine erste Verlosung, 1833 folgte Th. Benedetti, 1834 J. Steinmüller. Aber schon für die vierte Verlosung 1835 fiel die Wahl auf F. Stöber, der mit seinem Blatte „Die Rückkehr von der Arbeit“ nach Waldmüller, den Reigen seiner Kunstvereinsblätter begann. Gleich die nächste Verlosung, 1836, brachte wieder ein Stöber’sches Blatt „Zriny’s Ausfall aus Szigeth“ von Peter Krafft; – jene vom Jahre 1838: „Der Prasser“ von J. Danhauser; – von 1839: „Die Klostersuppe“ von demselben Meister; – von 1843: „Die Testaments-Eröffnung“ ebenfalls von Danhauser; – 1846: „Die heilige Katharina von Siena“ von W. A. Rieder. Kein anderer Kupferstecher ist in der Serie der Kunstvereinsblätter so oft vertreten, aber auch keiner hat die glücklich gewählten Originale mit mehr Schwung, Kraft und Sorgfalt behandelt, als eben Stöber. Außer diesen Kunstvereinsblättern stach S. noch die Bildnisse Ihrer Majestäten des Kaisers Franz Joseph und der Kaiserin Elisabeth, zwei vorzügliche Blätter in Folio; radirte und stach viele Bildnisse in 4°. und 8°., unter denen die in zwei Heften herausgegebenen radirten Bildnisse von Wiener Künstlern, nach Zeichnungen von J. Danhauser und dann mehrere in Kupfer gestochene von österreichischen Berühmtheiten, wie Maler Johann Ender, Feuchtersleben, Grillparzer, Hammer-Purgstall, Castelli, Sophie Müller, Pannasch, besonders hervorzuheben sind. Daß der Künstler für Almanache und Taschenbücher, unter denen wir Castelli’s „Selam“, Steph. Schütze’s „Taschenbuch der Liebe und Freundschaft gewidmet“, Theodor Hell’s „Penelope“, Hormayr’s „Taschenbuch für vaterländische Geschichte“, Clauren’s „Vergißmeinnicht“, [78] Tromlitz’s „Vielliebchen“ u. a. hervorheben, viel gearbeitet, haben wir bereits erwähnt; ja seit 1816 lieferte er – die Kunst ging eben nach Brod – durch mehrere Jahre die Modenbilder zur Schick’-, nachmals Witthauer’schen „Wiener Zeitschrift“, welche freilich von den Puppenbildern anderer Modeblätter jener Tage ziemlich grell abstachen. In seinem äußeren Leben gingen in Anbetracht der Würdigung seiner Leistungen auch allmälig manche Veränderungen vor sich. Schon im Jahre 1835 wurde er Mitglied der k. k. Akademie der bildenden Künste in Wien, im Jahre 1842 Hofkammer-Kupferstecher, dann Corrector in der k. k. Akademie, 1844 Professor der Kupferstecherschule. Durch längere Zeit war er auch Commandant des seinerzeit bestandenen akademischen Corps, und viele Jahre hindurch wirkte er als Director des Wiener Künstler-Pensions-Institutes. Als er im Jahre 1858 im Alter von 63 Jahren starb, sprach sich allgemein die Theilnahme aus über den Verlust dieses Künstlers, der, still und bescheiden, ein Freund heiterer Kreise und bürgerlicher Behaglichkeit, von Jedem, der ihn kannte, geachtet, vor der Zeit hingegangen und manches schon begonnene, manches nahe der Vollendung gebrachte Werk unvollendet zurückgelassen hatte. Unter den zahlreichen Schülern, welche aus seiner Schule hervorgegangen, seien nur Karl B. Post [Bd. XXIII, S. 141], Leopold Schmidt [Bd. XXX, S. 290, Nr. 85] und Zitek genannt. Die Zahl der Werke Franz Stöber’s – Alles, Vignetten, Titelblätter, Kupfer zu Gebetbüchern und Werken, Almanachblätter, Porträte und seine großen Blätter zusammengerechnet – hat die „Oesterreichische National-Encyklopädie“ bereits im Jahre 1836 auf 1600 Stiche angesetzt, zehn Jahre später war sie bereits über 2000 Blätter gestiegen und mag bis zu seinem Ableben noch um ein halbes Tausend gewachsen sein. Unter seinen Werken befindet sich auch eine Anzahl landschaftlicher Radirungen in Quart und klein Folio, welche nie in den Handel gekommen und von Kennern sehr geschätzt werden. Wir lassen auf S. 79 u. f. ein Verzeichniß seiner vorzüglichsten Stiche aus allen Kategorien folgen. Kaum wird ein vorzügliches Blatt, von den Hauptblättern aber sicher nicht eines fehlen. Noch sei eines, und zwar bemerkenswerthen Umstandes gedacht. Stöber war ein Sammler, er sammelte nämlich Dosen, welche, als solche an sich von geringer Bedeutung, dadurch aber, daß jede derselben mit dem Originalbilde eines Künstlers geschmückt war, eine ebenso eigenartige als werthvolle Sammlung bildeten. Es wird in den Quellen Seite 83 eine alphabetische Uebersicht jener Künstler mitgetheilt, welche in Stöber’s Dosensammlung vertreten waren, und ward von einem Künstler mehr als eine Dose mit einem Bilde geschmückt, ist in Klammern die Zahl dieser Dosenbilder beigefügt. Es erschien auch ein „Verzeichniß der Gemäldesammlung in Dosenform aus dem Nachlasse des Franz Stöber, k. k. Professor u. s. w.“ (Wien 1862, Anton Schwieger, 23 S., 8°.), woraus wir entnehmen, daß diese kostbare, in ihrer Art einzige Sammlung 571 Stücke betrug. Sie wurde im Mai 1862 zum Verkaufe ausgeboten. Einzelne dieser Dosen enthielten geradezu Meisterwerke, wie z. B. von Boucher, Rigaud, Tintoretto, Velasquez. Oesterreichische Künstler, darunter die besten Namen, waren in ganzen Suiten vertreten, wie [79] z. B. mit Bildern von Danhauser zehn, von Steinfeld neun, von Ranftl sieben, von Gauermann sechs, von Fendi fünf Dosen, andere wieder waren mit Bildern von Amerling, Eybl, Füger u. s. w. geschmückt. Den ersten Grund zu dieser schönen Sammlung hatte Stöber durch Ankauf der Latour’schen Sammlung gelegt. Nach seinem Tode erschien ein „Katalog der fremden und eigenen Kupferstiche aus dem Nachlasse weiland Franz Stöber’s, k. k. Professors u. s. w.“, welche am 15. December 1862 versteigert wurden.

Uebersicht der Arbeiten Franz Stöber’s (Stiche, Radirungen, geschabte Blätter u. s. w.). I. Hauptblätter. 1) „Die Rückkehr von der Arbeit“. Gemälde von J. Waldmüller. Wiener Kunstvereinsblatt für die vierte Verlosung (1835). Fleißiger geschmackvoller Stich (Fol.). Davon gibt es auch Exemplare vor der Schrift. – 2) „Zriny’s Ausfall aus Szigeth“. Gemälde von P. Krafft. Wiener Kunstvereinsblatt für die fünfte Verlosung (1836). Durch die zu große Verkleinerung der Figuren hat die Wirkung des sonst schönen und mit großer Sorgfalt ausgeführten Stiches nicht unbeträchtlich gelitten (Qu.-Fol.). – 3) „Der Prasser“. Gemälde von Jos. Danhauser. Wiener Kunstvereinsblatt für die siebente Verlosung (1838). Eines der herrlichsten Blätter Stöber’s, er hat darin alle Manieren (Radiren, Schneiden, kalte Nadel, Punctiren, Roulette, Mordant und Schabgrund) angewendet und damit eine Totalwirkung ohne Gleichen erzielt (Qu.-Fol.). Es sind von diesem Blatte auch Aetzdrucke vorhanden. Aber diese wie die gewöhnlichen Drucke sind schon selten. Das Blatt bildet mit der „Klostersuppe“ noch immer einen beliebten Schmuck der Wohnungen älterer Wiener Häuser, die noch im Vormärz mit Geschmack ihre traulichen Räume ausschmückten, während man im vorkrachlichen Neu-Wien die Wände der Salons mit nach der Elle bestellten Gemälden (!) behängte. – 4) „Die Klostersuppe“. Gemälde von J. Danhauser. Wiener Kunstvereinsblatt für die achte Verlosung (1839), Seitenstück zum „Prasser“. Auch davon finden sich Aetzdrucke. Mit gleicher Vollendung gestochen wie das vorige. Es existiren auch zwei Blätter „Studienköpfe“ aus der „Klostersuppe“. Aetzdrucke (4°.), selten. – 5) „Die Testaments-Eröffnung“. Gemälde von J. Danhauser. Wiener Kunstvereinsblatt für die zwölfte Verlosung (1843). Auch mit Anwendung verschiedener Manieren ausgeführt. Ein ungemein beliebtes, gleichfalls nicht mehr häufiges Blatt. – 6) „Die heilige Katharina von Siena“. Nach dem Gemälde von W. A. Rieder (und nicht, wie ihn Nagler nennt, Wilder). Wiener Kunstvereinsblatt für die fünfzehnte Verlosung (1846). Es gibt davon auch Abdrücke vor aller Schrift. Das Original dieses Blattes befindet sich in der kaiserlichen Belvedere-Galerie in Wien. – 7) „Dolce far niente“. Eduard Ender pinx. Aus dem „Wiener Künstler-Album 1857“ (Fol.). – 8) „La Madonna del Granduca“. Maria mit dem Kinde. Raphael pinx. (gr. Fol.). Auch Abdrücke vor der Schrift. – 9) „Salomons Urtheil“. J. Führich pinx. (Roy-Qu.-Fol.). Auch Abdrücke vor der Schrift. – 10) „Der Tod des Herzogs von Reichstadt“. Nach J. Ender in Punctirmanier ausgeführt (Qu.-Fol.). – 11) „Romanlectüre“. J. Danhauser pinx. (gr. Fol.). Auch Abdrücke vor der Schrift. Hebt sich in seinen verschiedenen Abstufungen des Dunkels nicht immer wirkungsvoll genug ab. Diese Platte wurde im Jahre 1852 vom österreichischen Kunstvereine angekauft. – 12) „Der Brautwerber“. Danhauser pinx. (gr. Fol.). Abdrücke vor der Schrift. – 13) „Ahnung der Bestimmung“. Nach WaIdmüller. – 14) „Austria“. Allegorie. Nach Kupelwieser. Davon Drucke auf chinesischem Papier. Es gibt auch Studien aus dem Blatte „Austria“, die selten sind. – 15) „Das Reh am Wasser“. Gauermann pinx. (Fol.). Auch Abdrücke vor der Schrift. – 16) „Wie Waldbächlein wieder zum Tannenbaum zurückkam“. Jos. Führich inv. et del.II. Porträte. a) Von Personen des allerhöchsten Kaiserhauses. 17) Kaiser Franz I. Zwei Stunden nach dem Tode am 2. März 1835 gemalt von J. Ender (Qu. „Fol.). – 18) Kaiser Franz I., nach seinem Tode Nachmittags 4 Uhr gezeichnet von Ender (Qu.-Fol.). – 19) Franz Joseph I. Kaiser von Oesterreich, [80] von Fr. Schrotzberg gemalt. Beide in Linienmanier gestochen. – 20) Elisabeth Kaiserin von Oesterreich. Schrotzberg gemalt (gedruckt von Fr. Kargl, Fol.) (Seitenstück zu dem vorigen). – 21) Kaiser Ferdinand I. Nach Johann Ender. – 22) Henriette Erzherzogin von Oesterreich mit ihrer Tochter (Fol.). – 23) Prinzessin Therese (Fol.), schönes, zartes Blatt. – 24) Erzherzog Ferdinand von Este (Fol.). – 25) Franc. Carolus Estensis Archidux Austriae etc.. Nach Schakini (4°.). – b) Künstlerporträte. 26) Fr. Amerling. – 27) Thomas Ender. – 28) Seb. Fendi. – 29) Joh. Fischbach. – 30) Fr. Gauermann. – 31) Jos. Redl. – 32) Joh. Schaller. – 33) F. G. Waldmüller. Diese vorgenannten acht Bildnisse, mit Ausnahme des von Redl (nicht Rödl, wie ihn Nagler schreibt), welches nach einem Bildnisse Amerling’s (1828) radirt ist, sämmtlich von Jos. Danhauser (1834) gezeichnet, erschienen in Wien im Jahre 1835 als „Künstler-Porträte“ in zwei Heften. Das Amerling’sche Porträt wie die Danhauser’schen Zeichnungen sind ungemein geistvoll und charakteristisch gehalten, und die Stöber’schen Radirungen sind meisterhaft. Diese gar nicht mehr häufigen Blätter kommen auch auf weißem und chinesischem Papier vor. – c) Porträte von Gelehrten, Schriftstellern, Dichtern u. A. in alphabetischer Folge ihrer Namen. 34) Karl Agricola. Nach Agricola (4°.). – 35) Albini (Facsimile des Namenszuges). Rademacher gezeichnet, Berlin (4°.). – 36) Adam Batthyanyi (sic) (Hormayr’s „Taschenbuch“). – 37) Karoline Bauer. – 38) I. F. Castelli. von Saar, pinx. (4°.). – 39) Johann Peter Cerroni, Regierungssecretär zu Brünn. Nach Girardoni (4°.), seltenes Blatt. – 40) Daffinger. Nach Daffinger (4°.), sehr selten. – 41) Franz Fürst Dietrichstein, auch Exemplare vor der Schrift. – 42) Johann Ender. 1852. Eduard Ender pinx. (Radirung, gr. 4°.). Beilage zu Auer’s „Faust“. – 43) Ernst Freiherr von Feuchtersleben. 1841. J. Danhauser pinx. (8°.). – 44) Dr. Gölis, der Erfinder des nach ihm benannten Speisepulvers (4°.). – 45) Franz Grillparzer. 1841. J. Danhauser pinx. (8°.). – 46) Friedrich Halm. Stahlstich 1841 (8°.). – 47) Freiherr von Hammer-Purgstall, k. k. Hofrath. 1841 (8°.). – 48) Joseph Freiherr von Hormayr, P. Krafft del. – 49) Joh. Nep. Hummel. Grünler del. – 50) Immermann (Facsimile des Namenszuges). C. F. Lessing gezeichnet. Düsseldorf. – 51) Jos. Klieber, Bildhauer (8°.). – 52) Die Prinzessin von Leuchtenberg. Nach Stieler (4°.). – 53) Fürst von Liechtenstein (Hormayr’s „Taschenbuch“). – 54) Don Miguel von Portugal (Fol.). – 55) Sophie Müller, k. k. Hofschauspielerin in Wien (8°.), prächtiges, markiges Blatt. – 56) Pannasch (Facsimile des Namenszuges). von Saar pinx. – 57) Anton Petter (4°.). – 58) Feldmarschall Radetzky. Nach Einsle, 1850, geschabt. – 59) J. N. Raimann, k. k. Rath und Doctor der Heilkunde (4°.) – 60) Rößler, Bergbeamter (4°.). – 61) Rousseau. 1843. Auf Kupfer geschabt. – 62) Rubens. 1843. Auf Kupfer geschabt – 63) Schimonsky, Fürstbischof von Breslau. Nach Bräuner (Fol.). – 64) F. Steinfeld, Maler (4°.). – 65) Selbstbildniß, [Stöber’s Bildnisse zählen nicht nur zu seinen besten, sondern zu den besten Arbeiten des Grabstichels überhaupt. Eine vollständige Folge derselben, in denen alle Manieren des Grabstichels ausgedrückt sind, dürfte heut zu Tage zusammenzubringen, kaum mehr möglich sein. Viele dieser Blätter sind gar nicht in den Handel gekommen und somit schwer käuflich zu finden, andere sind Beilagen von Werken, die auch nicht mehr häufig sind.] – III. Gestochene Blätter zu Werken. a) Der Mythos alter Dichter in bildlichen Darstellungen (Wien, in Commission bei Kath. Gräffer und Härter, gedruckt bei Anton Strauß, 1815, gr. 8°.), X Seiten Vorrede und Einleitung, 132 Seiten Text und 60 Blätter Kupferstiche nach Zeichnungen von Joh. Ender (30), Loder (11), Redl (1), K. Ruß (2), Schedy (6) und eines ohne Angabe des Zeichners. Mit diesem Werke, in welchem Stöber den ganzen Zauber seines Grabstichels, die schönen, üppigen Gestalten des Olymps und der Mythe überhaupt ebenso kräftig wie anmuthig und reizend darstellend, walten ließ, begründete er zunächst seinen Künstlerruf. Es gibt davon zwei Ausgaben, in Folio und in gr. 8°. Die Abdrücke in Folio kosteten 60 Thaler, jene in gr. 8°. 36 Thaler. Exemplare dieser beiden Ausgaben ohne Stockflecke sind selten. Neue Abdrücke erschienen im Jahre 1829 bei List in Berlin. Sie kommen den alten nicht gleich. Uebersicht der einzelnen Blätter [81] nach dem Zeichner. Nach Johann Ender: 66) „Admetus“; – 67) „Adonis“; – 68) „Aktaeon“; – 69) „Die allgemeine Fluth“; – 70) „Die Alciden“; – 71) „Apollo“ (die Rächer des Priesters Coryses); – 72) „Apollo“ (als Hirt); – 73) „Arion“; – 74) „Bacchus’ Zug nach Indien“; – 75) „Bellerophon“; – 76) „Cephalus und Prokris“; – 77) „Chione“; – 78) „Daphne“; – 79) „Deukalion und Pyrrha“; – 80) „Europa“; – 81) „Glaukos“; – 82) „Hercules“; – 83) „Hyacinthus“; – 84) „Jason“ (Medea); – 85) „Idas und Pollux“; – 86) „Ikarus“; – 87) „Kadmus“; – 88) „Kallisto“; – 89) „Der Krieg mit den Giganten“; – 90) „Latona“; – 91) „Marsyas“; – 92) „Meleager“; – 93) „Narkissos“; – 94) „Orpheus“; – 95) „Phaeton“; – 96) „Psyche I.“; – 97) „Psyche II.“; – 98) „Prometheus“; – 99) Pygmalion“; – 100) „Sappho“; – 101) „Tantalus“; – 102) „Theseus erlegt den Minotaurus“; – 103) „Das Urtheil des Paris“; – 104) „Weiberlist“ (Jupiter und Juno). – Nach Loder: 105) „Des Achilles Tod“; – 106) „Ceyr und Halcyone“; – 107) „Ganymedes“; – 108) „Hero und Leander“; – 109) „Io“; – 110) „Iphegenia’s Opferung“; – 111) „Jupiter“; – 112) „Lycaon“; – 113) „Pandora“; – 114) „Semele“; – 115) „Sisyphus“. – Nach Redl: 116) „Pluto“ (Proserpina). – Nach Karl Ruß: 117) „Juno“ (die Puppe); – 118) „Kragaleus“. – Nach Schedy: 119) „Achelous“; – 120) „Endymion“; – 121) „Hercules und Eurystheus“; – 122) „Leda“; – 123) „Philemon und Baucis“; – 124) „Prometheus“. – Nach einem ungenannten Zeichner: 125) „Hesione“. [Mehrere dieser schönen Blätter kommen auch einzeln vor. Dasselbe ist der Fall mit den Blättern des folgenden Werkes, welche sich an die vorigen anschließen, aber denselben an Schönheit der Ausführung nachstehen; beide unterscheiden sich auch durch die Form, indem die folgenden in ovalen Medaillons, die vorigen dagegen im länglichen Rechteck ausgeführt sind.] – b) Die Hauptgötter der Römer und Griechen. Nach Zeichnungen von Johann Ender. 12 Blätter (Wien 1840), Ausgaben in Folio und gr. 8°. – c) Humoristische Scenen aus den Fahrten des Junkers Don Quixote von la Mancha. 31 Blätter nach Coypel (Wien 1820, 4°.). – d) Die Titelkupfer zu Millot’s Weltgeschichte. Sämmtlich nach Zeichnungen von Schedy. Es sind deren 15 und nicht 13, wie Nagler angibt, der wohl die in Leipzig 1777–1806 bei W. Vogel erschienene Ausgabe im Sinne hatte, während Stöber’s Stiche den Schmuck eines in Wien in 15 Bänden erschienenen Nachdruckes bilden. 126) „Karl der Große“. – 127) „Constantin“. – 128) „Czar Peter I.“. – 129) „Epaminondas“. – 130) „Heinrich IV. und Sully“. – 131) „F. Ewald Kleist“. – 132) „Gefangennehmung des Horja“. – 133) „Marie von Anjou“. – 134) „Mucius Scaevola“. – 135) „Nero“. – 136) „Olavides“. – 137) „Petrus Eremita“. – 138) „Schwerin’s Tod“. – 139) „Scheik Daher“. – 140) „Tod des Großfürsten Iwan“. Die bisher angeführten Stiche Stöber’s in den genannten Werken kennt Herausgeber aus eigener Anschauung und konnte sie daher auch genau angeben; die folgenden kennt er nur nach bibliographischen Angaben. So stach F. Stöber e) die Titelkupfer für die Werke Lafontaine’s und f) zur „Undine“, welche im Verlage bei Haas in Wien erschienen sind; – g) für „Die drei Schwestern aus Prag“ (Pesth, Hartleben); – h) zum Romane „Libussa“, nach Ender; – i) die beiden Titelbilder zu H. von Collin’s Werken, nach Kininger; – k) zu den im Müller’schen Verlage in Wien erschienenen Jugendschriften, meist nach Loder’s Zeichnung; – l) für Schiller’s Gedichte (Leipzig, Vogel) zwei Titelblätter: „Der Alpenjäger“ und eine Scene aus der „Bürgschaft“; – m) für die Prospecte der freien Hansastädte (Wilman’s Verlag) zwei Blätter nach Riedel. – IV. Almanachblätter. Deren hat Stöber eine ansehnliche Menge geliefert; er begann mit den Riedel’schen Almanachen, arbeitete dann für das von Castelli herausgegebene Taschenbuch „Selam“ (1812 u. f.), nun aber folgten die zu ihrer Zeit so beliebt gewordenen und noch heute in cultur- und literarhistorischer Hinsicht nicht zu unterschätzenden Almanache „Die Rosen“ (Leipzig, bei Leo), Clauren’s „Vergißmeinnicht“, Theodor Hell’s „Penelope“, „Vielliebchen“ von Tromlitz, Stephan Schütze’s „Taschenbuch, der Liebe und Freundschaft gewidmet“ u. s. w., aus denen wir hier nur eine Auswahl seiner schönsten Blätter folgen lassen. Für das Taschenbuch „Penelope“: 1826. 141) „Seh’ ich nicht Weißes dort schimmern? Glänzt’s nicht wie [82] seidnes Gewand“. Aus Schiller’s „Erwartung“. Schnorr v. K. del.1827. 142) „Mit züchtigen, verschämten Wangen sieht er die Jungfrau vor sich stehn“. Zu Schiller’s „Lied von der Glocke“. Schnorr v. K. del.1828. 143) „Der Kampf mit dem Drachen“. Von Schiller, Nr. 1. – 144) Zu Schiller’s „Handschuh“: „Ist Eure Lieb’ so heiß, Ei so hebt mir den Handschuh auf“. – 1829. 145) Zu Schiller’s „Gang nach dem Eisenhammer“: „Sie war so sanft, sie war so gut“. – 1830. 146) „Schönheit in Freude“ Zu Schiller’s Gedicht „Die schönste Erscheinung“. – 147) „Schönheit im Schmerz“. Zu Schiller’s Gedicht „Die schönste Erscheinung“. – 1831. 148) „Johanna von Castilien“. – 1832. 149) „Raphaela“. Zur gleichnamigen Erzählung von Theodor Hell. – 1833. 150) „Jacobea von Holland“. Zur gleichnamigen Erzählung von Charlotte von Glümer. – 1835. 151) „Aurelie“. Zur Erzählung „Aureliens Held“. Von Wilhelm von Lüdemann. – Für Clauren’s „Vergißmeinnicht“: 1822. 152) „Vally“. Zur Erzählung „Die Fraueninsel“. – 1823. 153) „Das scheidende Jahr“. – 154) „Doralice“. Zur Erzählung „Vater unser, der du bist im Himmel“. – 1824. 155) „Die Gräfin Cherubin“. Zur gleichnamigen Erzählung. – 1825. 156) „Der Gram der Liebe zehrt daheim sein bleiches Mädchen auf“. Zur Erzählung „Der Gram der Liebe hat sie getödtet“. – 157) „Und es war mir, als sprach sie mit den gefiederten Bewohnern des würzigen Himmelsgartens“. – 158) „Zephirine“. – 1826. 159) „Leopoldine“. Zur Erzählung „Das Vatererbe“. Loder del.1827. 160) „Chiarina“. – 161) „Das war Graf Wangerin und kein Anderer“. Beide zur Erzählung „Der Friedhof von Wüstenbruck“. – 1829. 162) „Pauline that er das? Sagte er das?“ Zur Erzählung „Das Lilofischchen“. – 163) „Hannchen“. – 1831. 164) Ohne Unterschrift (Mädchen mit einem Papagei am Arm). Nach Joh. Ender. – 165) „Pius“. Beide zur Erzählung „Angelica Lindholm“. Von Clauren. – Für St. Schütze’s „Taschenbuch, der Liebe und Freundschaft gewidmet“: 1825. 166) „Weidendes Rindvieh mit Hirtenjungen“. Klomp pinx. – 167) „Das Bohnenfest der Niederländer“. G. Lundens pinx. – 168) Männliches Porträt, daneben ein Knabe mit wildem Geflügel. Casp. Netscher pinx. – 169) „Das Bohnenfest“. J. Steen pinx.1827. 170) „Mann, dem ein Knabe den Becher vorhält“. B. S. Murillo pinx. – 171) „Landschaft“. H. Zaftleeven pinx. – 172) „Mann und Frau mit Hund und Diener unter einem Baume“. G. Keller pinx. – Für Tromlitz’s „Vielliebchen“: 1830. 173) „Gertraud“. – 174) „Julia Gonzaga“. – 1831. 175) „Oberst Rosen“. Zur Erzählung „Die seltsame Wette“. M. Retzsch gezeichnet. – 176) „Helene“. – 1832. 177) „Philipp Artevelde“. A. Retzsch gezeichnet. – 178) „Maria Imeldi“. Zur Novelle „Die Alte von Furnatsch“. Von Tromlitz. – 179) „Leonore“. Zur Novelle „Das Bild“. Von Tromlitz. – 1839. 180) „Blanca“. – 181) „Maria Ogilvie“. – Für das Taschenbuch „Die Rosen“: 1827. 182) „Apollonia“. Zu „Ital’s Brunnenfahrt“. Altdeutsche Novelle von Georg Döring. – 183) „Ein stark entblößtes Weib preßt eine Rose an die Brust“. – Für Hormayr’s „Taschenbuch für vaterländische Geschichte“: 184) „Graf Niklas Salm“. – 185) „Elisabeth von Tirol“. – Für Becker’s „Taschenbuch zum ges. Vergnügen“: 1825. 186) „Die Dämoneninsel“. Von Tiedge, Nr. 1. H. Ramberg del. – Für verschiedene Taschenbücher, deren Titel ich nicht angeben kann. 187) Vignette zu Schiller’s Gedicht „Die Bürgschaft“. Nach Joh. Ender. 1816. – 188) „Die Gräfin von Savern“. 1828. Zu Schiller’s „Fridolin oder der Gang nach dem Eisenhammer“. – 189) „Kunigunde“. Zu Schiller’s „Handschuh“, 1828. – 190) „Der Alpenjäger“. Zu Schiller’s gleichnamigem Gedichte, 1822. – 191) „Heinrich II. schwört als Mönch im Kloster St. Vannes dem Abte Riccard zur Regierung zurückzukehren“. – 192) „Weihgeschenk“. Jos. und Fr. Stöber gestochen, S. Wolf gezeichnet. Berlin. – 193) „Agnes, Albrecht Dürer’s Frau“. Joh. Ender del. – 194) „Am Brunnen sitzende Mädchengestalt mit um den Kopf geschlungenem Tuche und Wasserkrug“. – 195) „Elisabeth“ (am Meere, mit vom Winde bewegtem Gewande, Kniestück). – 196) „Molly“., 1826. Nach Schedy. – 197) „Das Kind und seine Welt“. Nach Joseph Danhauser. 1843. Auf Kupfer geschabt (4°.). – V. Heiligenbilder u. dgl. 198) „Madonna“. Nach Joh. Ender. – 199), St. Julia“. Rieder gezeichnet. Jos. und Fr. Stöber in Stahl gestochen. – 200) „Vinc. de Paula“ (8°.). [83] – 201) „Der Glaube“. Nach Johann Ender. Titelblatt zu einem Gebetbuche (wenn ich nicht irre, zu Albach’s „Heilige Anklänge“). – VI. Radirungen. Diese Folge von Blättern, meist landschaftlichen Inhaltes und darunter ganz vorzügliche Blätter, ist nie in den Handel gekommen Sie stammen alle aus dem Anfange der Fünfziger-Jahre. 202) „Urwaldpartie“ (Fol.). – 203) „Ein schäumender Gebirgsbach zwischen Wald und Fels“ (kl. Fol.). – 204) „Felsblock“ (kl. Quer.-Folio). – 205) „Ruhiges Gebirgswasser mit einer reizenden Föhrengruppe“ (Seitenstück zu dem vorigen) (kl. Fol.). – 206) „Ein Windbruch“. – 207) „Thierstück“ (Viehtränke). Nach F. G.(auermann). – 208) „Eine Alpenlandschaft“. Im Vordergrunde Pferde und Kühe vor einem Brunnen, als Staffage einer Dorfstraße (gr. 4°.). – 209) „Ein Weib mit losen Haaren, in Trauer“. Bezeichnet Fr. Stöber sc., 1851. – 210) Verschiedene Fußformen. – 211) Verschiedene Hofequipagen. Bezeichnet Fr. Stöber sc. – 212) Vereinsgeschenk zum Albrecht Dürer-Feste im Jahre 1854 (o. N.). „Ein aufwartender Pintscher“. – VII. Verschiedenes, Oelbilder, Aquarelle, Umrisse, Unvollendetes. Im Jahre 1828 befanden sich in der Jahres-Ausstellung in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien zwei Oelgemälde: 213) „Die Geburt Christi“ und 214) „Die Auferstehung Christi“, als deren Maler Franz Stöber bezeichnet war. Nun gibt es wohl noch einen zweiten Künstler Namens Franz Stoeber, der eben Maler ist [siehe die S. 74], von dem jedoch nur Prospecte und Landschaftsbilder bekannt sind; also ist unser Franz Stöber allem Anscheine nach der Maler der vorgenannten Bilder. 215) „Der Gamsgarkogel“. Nach Thomas Ender (Qu.-Fol.). Aquarell. – 216) „Venus von Melos“. Umriß für die „Wiener Zeitschrift“, 1821, Nr. 107. – 217) „Andreas Hofer’s Standbild“. Umriß für ebendieselbe. – 218) Drei Blätter „Quadrillen“ im Costume. Nach Phil. von Stubenrauch. – 219) Allegorie „Die allgemeine Weltkunde“. 1822. – 220) „Transparent an der Annengasse zur Rückkehr Seiner Majestät des Kaisers“ (sehr gr. Fol.). – 221) Zwei Blätter weibliche Studien aus dem Transparent (4°.). – 222) Bleistiftzeichnung nach Amerling (32 Centim. hoch, 31 Centim. breit). Im Besitze des Oberbaurathes Bergmann. – 223) „Straßenansicht“. Zwei Stahlstiche in verschiedenen Zuständen (Qu.-8°.). – 224) „Die Sibyllen in S. Maria della Pace in Rom“. Nach Raphael. Kupferstich. Unvollendete Platte (Qu.-Fol.). – 225) Porträt nach J. Danhauser in Aquatinta. Zwei Blätter verschiedener Größe (gr. und kl. 4°.). – 226) Porträt nach N. de Largillière. Zwei Stahlstiche in verschiedenen Zuständen. Miniaturform, Nr. 223 bis 226 im Besitze der kaiserlichen Akademie der bildenden Künste in Wien.
Uebersicht der Maler und Zeichner, nach deren Originalen Franz Stöber gestochen. Agricola [34]. – Amerling [31 und 222]. – Bräuner [63). – Coypel [c]. – Daffinger [40]. – J. Danhauser [3, 4, 5, 11, 12, 26, 27, 28, 29, 30, 32, 33, 43, 45, 199 und 225]. – Einsle [58] – Eduard Ender [7 und 42]. – Johann Ender [10, 17, 18, 21, 66–104, b, h, 164, 187, 193, 198 und 201]. – Thomas Ender [215]. – Führich [9 und 16]. – Gauermann [15 und 207]. – Girardoni [39]. – Grünler [49]. – G. Keller [173]. – Kininger [i]. – Klomp [166]. – P. Krafft [2 und 46]. – Kupelwieser [14]. – Largillière [226]. – C. F. Lessing [50]. – Loder [105–115, k und 158]. – G. Lundens [167]. – Murillo [170]. – Casp. Netscher [168]. – Riedel [m]. – Rademacher [35]. – Ramberg [186]. – Raphael [8 und 224]. – Redl [116]. – Retzsch [175 und 177]. – Rieder [6 und 199]. – Ruß[117 und 118]. – Saar [38 und 56]. – Schakini [25]. – Schedy [119–124, 126–140 und 196]. – Schnorr von Karolsfeld [141 und 142]. – Schrotzberg [19 und 20]. – J. van Steen [169]. – Stieler [52]. – Phil. von Stubenrauch [218]. – Waldmüller [1 und 13]. – Zaftleeven [171].
Uebersicht der Meister in alphabetischer Folge, welche in der Franz Stöber’schen Dosen-Sammlung vertreten waren. [Die in den Klammern eingeschlossene Zahl bezeichnet die Anzahl der mit den Gemälden des genannten Künstlers geschmückten Dosen. Wir erhalten dadurch Namen von Künstlern, die wir vergebens in Werken über Kunst und Künstler suchen.) Adamek. – Agricola (3). – Alconiere. – Alf. (3). – Jacob Alt (2). – Rudolph Alt. – Altmann (2). – Altenkopf. – Amerling (4). – Anker. – Ampferer. – [84] Bacher. – D. von Ballarini (5). – Franz Barbarini (5). – Adam Bartsch. – Georg Bauer (7). – C. Bayer. – Cornelius Bega. – Bernhard. – Bisi. – C. L. Blau. – Bodmer. – Boucher (2). – Christian Brand d. J. (2). – Braekeleer. – Peter van Breughel. – Brioschi (2). – Brocky. – Brudermann. – Leopold Brunner (2). – Casanova (2). – Alex. Clarot. – Gonzales Coques. – Cramolini. – Craesbecke. – Daffinger (2). – Alex. von Dallinger (8). – Danhauser (10). – Albin Decker d. J.Georg Decker d. J.Decker sen. – Pauline Deinhardstein. – Dellaqua (2). – Doorenvlieth. – Joh. Drechsler (4) – Drexel. – Franz Eibl (4). – Eltzheimer. – Eduard Ender. – Johann Ender (2). – Thomas Ender (2). – Erhardt (2). – Ermels. – Jacob Eybl. – Joseph Feid (4). – Peter Fendi (5). – Ferch (Ferg). – Finkernagl. – Joh. Fischbach (3). – Fixées. – Flad. – Alfred von Frank. – Karl Frühwirth. – Heinrich Füger (4). – Gasser. – Gauermann sen. (6), – J. N. Geiger. – Arnold von Geldern. – Franz Gerstmayer. – Gerstmeyer (3). – Franz Geyling (5). – C. Göbel. – Anton Grassi. – Peter Grever. – Norbert Grund. – L. Grünfeld. – Baron Haan. – Remi van Haanen (2). – Hamilton. – Anton Hansch (4). – Joseph Hardtmann. – Anton Hartinger (2). – Haßelwander. – Joseph Heicke (7). – Karl Herbsthofer sen. (2). – Karl Herbsthofer jun.Hermann. – Herr (2). – Hickel. – Joh. Bapt. Höchle (4). – Ferdinand Hofbauer (2). – Michael Hoffmann. – J. Höger (3). – Horner und Müller. – Hub. – Hueber. – Hugtenburg. – Hummel sen. (4). – Karl Jäger. – JanschaFr. Jaschke (3). – Kichel. – Kininger (2). – J. N. Klein (3). – Jos. Klieber (2). – Joh. Bapt. Knapp (3). – Knip (2). – Kobell. – Kowalsky. – Kowatsch. – Peter Krafft (2). – Kreuzinger. – Kriehuber. – Kunz. – Ferd. Küß. – Fritz L’Allemand. – Joh. Bapt. Lampi sen. (2). – C. Lavos. – Laufberger. – Laurenzi. – Lebours. – Leiner (2). – Le Prince (2). – Lieb (3). – Loder. – Löhr. – Baronesse Löhr. – Loos (2). – Malatesta. – August Mansfeld (2). – Karl Marko sen.Martgurt. – Maulbertsch. – Joh. Metzler (2). – Joh. Meyer. – Joh. Nep. Meyer (3). – Joh. Mezler (2). – Theodolinde Miglaria (4). – Pierre Mignard. – Mohn. – Moja (7). – Molitor. – Monsorno (2). – Morgret. – Jos. Mößmer sen. (5). – Joh. Bapt. Müller. – Neder. – Nejebbse. – Neugebauer. – Niedermann (2). – Ign. Parocel. – Joh. Passini (7). – Ant. Ritter von Perger jun. (2). – Sigmund Ritter von Perger sen. (2). – Anton Petter (4). – Pettenkofen. – Ant. de Pian sen. (5). – de Pian jun.Wilh. Pollak (3). – Povel. – Preißberger. – Joh. Preleithner. – Raffalt sen. (2). – Raffalt jun. (3). – Karl Rahl jun. (2). – Ramelmayer. – Mathias Ranftl (7). – Ferdinand Rauch (12). – Raulino (4). – Rebell (2). – Franz Reinhold (12). – Rembrandt. – Rhöder (2). – Richel. – Wilhelm Rieder. – Rigeaud. – Ed. Ritter. – J. Rödler (5). – Anna Rosenzweig (2). – Alois Saar. – Sanchi. – Sanguirico (2). – Franz Scheyerer. – Schiavoni. – Anton Schiffer. – Johann Schiffer (2). – Schilcher. – Albert Schindler (2). – Johann Schindler (8). – Schinnagl (2). – Schlesinger (2). – Pauline von Schmerling. – Schmid (2). – Johann Schmutzer (4). – Ludwig Schnorr von Karolsfeld. – Joh. Nep. Schödelberger (3). – Schöller. – Schönberger (3). – Bernhard von Schrötter (2). – Heinrich Schwemminger (2). – Joseph Schwemminger (4). – Karl Smirsch (2). – Stamm. – Stegmeyer. – Franz Steinfeld sen. (16). – Wilhelm Steinfeld jun. (1). – Stiegl (2). – Franz Stöber (2). – Joseph Stöber (2). – Stövesandt (4). – Suchi. – St. Sure. – Karl Swoboda. – Rudolph Swoboda. – Adolph Theer. – Tintoretto. – Tizianino. – Alexander Trichtl. – Tunner. – Ulbrich. – Velasquez. – Wilh. Verschuur. – Vigand. – Walch. – Waldmüller sen.J. Wedl. – Franz Wiplinger (4). – Wilh. Wirth. – Heinrich Wüst. – Michael Wutky (14). – Zahradnitschek. [85]Zanter (2). – Heinrich Zimmermann. – Und noch 64 Dosen waren mit Bildern von ungenannten Meistern versehen.
Quellen zur Biographie. Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1837, 8°.) Bd. V, S. 206. – Iris. Gratzer Muster- und Modeblatt. Herausgegeben von Cajetan Cerri (schm. 4°.), 1858, Nummer vom 1. Mai. – Frankfurter Conversationsblatt, 1858, Nr. 93, S. 359. – Oesterreichische Zeitung (Wien) 1838, Nr. 86; 1861, Nr. 309, im Feuilleton. – Wiener Zeitung, 1860, Abendblatt Nr. 170, im Artikel: „Abendblätter“. Von E. O. – (Hormayr’s) Archiv für Geschichte, Statistik, Literatur und Kunst (Wien, 4°.) XVIII. Jahrg. (1827), Nr. 26, S. 159. – Wanderer (Wiener polit. Blatt) 1858, Nr. 86. – Wiener Feiertagsblätter, 1858, Nr. 3. – Frankl (Ludwig August), Sonntagsblätter (Wien, gr. 8°.) 1842, S. 23; 1843, S. 479; 1844, S. 286 und 1143. – Nagler (G. K. Dr.), Neues allgemeines Künstler-Lexikon (München 1839, E. A. Fleischmann, 8°.) Bd. XVII, S. 382. – Meyer (J.), Das große Conversations-Lexikon für das gebildete Publicum u. s. w. (Hildburghausen, Bibliographisches Institut, gr. 8°.). Zweite Abtheilung, Bd. X, S. 503. – Conversationsblatt. Herausgegeben von Franz Gräffer (Wien, gr. 8°.) Jahrgang 1819, Bd. III, S. 263. – Handbuch für Kupferstichsammler oder Lexikon der Kupferstecher. Maler, Radirer und Formschneider aller Länder und Schulen u. s. w. Auf Grundlage der zweiten Auflage von Heller’s praktischem Handbuch für Kupferstichsammler, neu bearbeitet u. s. w. von Dr. phil. Andreas Andresen. Nach des Herausgebers Tode fortgesetzt und beendigt von J. E. Wessely (Leipzig 1873, J. V. Weigl, gr. 8°.) Bd. II, 2. Hälfte, S. 554. – Die Künstler aller Zeiten und Völker.... Begonnen von Prof. Fr. Müller, fortgesetzt und beendigt von Dr. Karl Klunzinger und A. Seubert (Stuttgart 1860, Ebner und Seubert, gr. 8°.) Bd. III, S. 608. – Kataloge der Jahres-Ausstellungen in der k. k. Akademie der bildenden Künste bei St. Anna in Wien (8°.) 1816, 1822, 1824, 1826, 1828, 1830, 1832, 1834, 1835, 1836, 1837, 1838, 1839, 1840 und 1841. – Verschiedene Galeriekataloge, Auctions-Verzeichnisse, Ausstellungskataloge u. s. w.
Porträt. Facsimile des Namenszuges „Franz Stöber 1834“. Jos. Danhauser del. Fr. Stöber sc. (4°.). [Geschabte, mit lebensvoller Wahrheit ausgeführte Skizze.]

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: B. Rahl.